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Karin von: am: 26.04.2012
Karin Autor(in):    |   26. Apr 2012   |    Kategorie: Fachsimpeln, Fernwanderwege, Pfälzer Prädikatswege,

Wandern mit Kind und Kegel (Teil 2) – vom Drachenfels zum Weintor auf dem Pfälzer Waldpfad

Sicher wollt Ihr wissen, was wir noch alles erlebt haben, auf dem Qualitätsweg Pfälzer Waldpfad, den wir im Rahmen einer viertägigen Tour mit Freunden nebst Kindern erwanderten…. Es war spannend und entspannt zugleich –  lest  selbst!

Kraxeln am Drachenfels

Kraxeln am Drachenfels

Voller Tatendrang erklommen wir gleich am nächsten Tag die Ruine Drachenfels– ein tolles Felsenmassiv und nichts für schwache Nerven. Die Kinder mußten wir hier an der kurzen Leine führen. Mit ihnen erkundeten wir die Gänge und Ebenen an der Ruinenbasis. Wir kamen im Anschluss an der Drachenfels-Hütte vorbei, die an Wochenenden und Feiertagen eine gemütliche Einkehr bietet.

Ruine Drachenfels

Ruine Drachenfels

Nach soviel Kletterei und Waldpfaden waren wir froh, als wir mal 2 km auf Asphalt laufen durften… so blöd das klingt. Hans packte vier Textfassungen der „Mundorgel“ aus und wir sangen Wanderlieder im Gehen! Wahnsinn – wär hätte das gedacht? Die Kinder konnten endlich ihre im Wald ergatterten Wanderstäbe im Gehen schnitzen. Der Gesang und die Stäbe hatten irgendwie Etwas von „Pilgern“ und plötzlich entdeckten wir, dass wir gerade ein Stück auf dem Pfälzer Jakobsweg unterwegs waren, der hier parallel läuft. Als ob wir es gespürt hätten…..

Stöcke-Schnitzen

Stöcke-Schnitzen

Wenig später durchwanderten wir das hübsche Erlenbach, über dem hoch oben Burg Berwartstein drohnt, die ebenfalls am Pfälzer Waldpfad liegt und besichtigt werden kann. Dafür sollte man sich eine Stunde einplanen.

Erlenbach mit Fachwerk und Burg Berwartstein

Erlenbach mit Fachwerk und Burg Berwartstein

Im weiteren Verlauf folgte der Weg dem Potzbachtal. Ein Eldorado für Kinder, denn Bäche ziehen Kinder einfach magnetisch an: Rinden als Flosse treiben lassen, von Stein zu Stein hüpfen, Dämme bauen… Großartig! Es war schwer, die Kinder hier wieder wegzulocken…

Bachspiele

Bachspiele

Am letzten Wandertag gelangten wir über schöne Wiesenwege ein Stück durch Frankreich. Hier gibt es auch im Weiler Germanshof einen kleinen französischen Gasthof, der zum Einkehren einlädt. Da hier alle „Elsässisch“ reden, was dem Pfälzisch sehr ähnlich ist, gibt es auch für Nicht-Frankophone keine Verständigungssprobleme.

Gebucht haben wir die Tour übrigens über Kleins Wanderreisen. Somit war für den Gepäcktransfer bestens gesorgt.

Ein Stück durch Frankreich

Ein Stück durch Frankreich

In Frankreich mußten wir uns erstmal an das neue Markierungssystem gewöhnen, sind doch die Waldpfad-Logos nur winzig klein auf den Markierungsplaketten der französischen Wegemarken aufgeklebt. Gott sei Dank hat uns die Public Press- Wanderkarte auch hier geholfen. Bereits im Regen war sie uns mit ihrem wasserfesten Papier ein guter Begleiter. Ansonsten ist der Weg super markiert und mit den rheinland-pfälzischen Wegweisern ausgestattet.

Französisches System

Französisches System

Wir erlebten anschließend ein kurzes aber heftiges Gewitter im Wald, das bei den Kindern doch etwas Unbehagen erzeugte. Dann meisterten wir einige Kilometer belanglose Waldwege, bevor wir wieder für unser Durchhaltevermögen belohnt wurden: Ein licht durchfluteter Wald im frischen Grün erfreute unsere Augen und Seelen!

Durch frisches Grün

Durch frisches Grün

Wenig später öffnete sich die Landschaft: Wir erreichten das elsäßische und pfälzische Weingebiet und ergatterten einen ersten Blick auf das französische Wissembourg, das nur 2 km von Deutschland entfernt liegt. Wir überzeugten uns am nächsten Tag davon, dass dies ein sehr hübscher Ort ist. Man könnte also auch den abzweigenden Zuweg dorthin nehmen, wenn man sich den Ort mal ansehen und einen traditionellen Flammkuchen kosten möchte.

Blick auf Weißenburg

Blick auf Weißenburg

Als ob uns der Wettergott nach vier Tagen Aprilwetter noch wohl stimmen wollte, sendete er uns noch einen blauen Himmel auf dem letzen Wanderkilometer.

Endspurt zum Weintor

Endspurt zum Weintor

Wir genossen die warmen Sonnenstrahlen und erreichten, durch Weinberge wandernd, unser Ziel: Das Deutsche Weintor am Start der Deutschen Weinstraße in Schweigen-Rechtenbach. Hier startet der Pfälzer Weinsteig, der auf rund 150 km über Neutstadt/Weinstrasse bis nach Neuleiningen führt. Diese Tour haben wir in Teilen auch schon mit den Kindern gemacht (siehe Blogeintrag).

Am Ziel- Deutsches Weintor

Am Ziel- Deutsches Weintor

Fazit: Wandern mit Kind und Kegel hat sich auch diesmal wieder absolut bewährt! Die Kinder und die Erwachsenen haben alles erlebt, was man beim Wandern erleben kann und vielleicht auch muss: Sonne, Regen, Gewitter, Aufstiege, Abstiege, Pfade, Waldwege, Asphalt, Orte, Wanderhütten, Burgen, Felsen, Kletterstellen, Wälder, Felder, Bäche, Tiere, Pflanzen und die urige pfälzische Küche, die wir natürlich ausgiebig testeten 🙂

Gerne kommen wir wieder mal hierher zurück!





2 Kommentare »

  1. Jürgen aus Bornheim — 27. April 2012 @ 13:28

    Hallo Karin,
    vielen Dank, dass du in deinen Berichten gelegentlich auch einmal das Wandern mit Kindern berücksichtigst. Ich habe einen sechsjährigen Enkel, den ich gerne für outdoor-Aktivitäten zusammen mit seinem Opa begeistern möchte. Da sind mir deine Berichte sehr willkommen. Zudem habe ich als Bonner jetzt gelernt, dass der Drachenfels in Königswinter keinesfalls der einzige Drachenfels in der Region ist.

    Viele Grüße
    Jürgen aus Bornheim (ja, ich bin der, der dich um deine zentralen Standort an den schönsten Wanderstrecken beneidet)

  2. Karin — 27. April 2012 @ 22:55

    Hallo Jürgen,
    ja- mein Standort ist schon ideal – „freu“ !
    Und was die Touren mit den Enkeln angeht… immer dran denken, dass man sich nach den Kindern richten muss, um selbst Freude zu haben. Sobald man nicht das Wandern um des Wanderns Willen (also laufen um ein Ziel zu erreichen) anstrebt, sonder um Erlebnisse zu erleben, haben Kinder Spaß! Auch die Mitnahme anderer Kinder kann nicht schaden…
    Wünsche viel Spaß auf den Touren
    Gruss, Karin

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