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Karin von: am: 19.04.2012
Karin Autor(in):    |   19. Apr 2012   |    Kategorie: Fachsimpeln, Fernwanderwege, Pfälzer Prädikatswege,

Wandern mit Kind und Kegel (Teil 1) – Unterwegs auf dem Pfälzer Waldpfad

Mittlerweile haben wir schon einige gute Erfahrungen gemacht, Kinder auf Fernwanderungen mitzunehmen. Es kommt nur darauf an, wie lange und erlebnisreich die Wege sind.

Die Woche nach Ostern ging es nun mit Freunden nebst Familien auf eine Streckenwanderung auf den Qualitätsweg Pfälzer Waldpfad von Hauenstein nach Schweigen-Rechtenbach. Da haben wir viiiel erlebt und gesehen und insgesamt 50 km und ca. 1.200 Höhenmeter in vier Tagen zurück gelegt. Für die Kinder eine tolle Leistung!

Markierung auf dem Pfälzer Waldpfad

Markierung am Pfälzer Waldpfad

Am Ankunftstag besuchten wir noch am Nachmittag das Deutsche Schuhmuseum. Schließlich ist Hauenstein ebenso wie seine Nachbargemeinden bekannt für sein traditionelles Schuhhandwerk. Wir konnten dort zahlreiche Maschinen aus damaliger Zeit ansehen, die alle ganz kuriose Namen hatten. Da ich das nicht mehr auswändig kann, hier ein paar Beispiele aus meiner Phantasie: Seitennahtklebemaschine, Sohlenlederschneidemaschine, Bändelöhsenstanzmaschine … Ja und dann sahen wir noch einige Promischuhe und den größten Wanderschuh der Welt von LOWA, der so groß ist, dass er auf einem LKW-Anhänger im Freien stehen muss. Aber das macht einem Goretex-Schuh ja nichts aus 😉 Nach einem richtig guten Pfälzer Saumagen am Abend waren wir gut eingestimmt für die Tour.

Link Größter Wanderschuh

Gut gerüstet durch den Regen

Gut gerüstet durch den Regen

Am nächsten Tag kam dann direkt der Ausrüstungshärtetest. Es regnete, zwar nicht stark, aber zwei Stunden ohne Pause…. Die vier Kinder im Alter von 7 bis 11 und die fünf Erwachsenen hatten dennoch keinerlei Motivationstief. Denn es gab immer einiges zu entdecken. Entlang der oder die Queich wanderten wir stetig leicht bergan bis zu  seiner oder ihrer Quelle und fragten uns, woher diese Name wohl stammen mag… Wer es weiß, kann mir gerne einen Kommentar zusenden.

Wir erfrischten uns zuerst an der Quelle….

Queichquelle

Queichquelle

… und wenig später am Wanderheim „Dicke Eiche“, das seinen Namen einer mittlerweile gestorbenen Naturdenkmal-Eiche verdankt, die aber auch heute noch ein Anziehungspunkt zumindest für kleine und große Kinder ist 🙂

Naturdenkmal Dicke Eiche

Naturdenkmal Dicke Eiche

Wenig später- am Winterkirchel – konnten wir in der Kapelle mit dem Seilzug die Glocken selbst zum Läuten bringen, was natürlich wieder für unsere Kinder ein Erlebnis war. Nun ging es weiter zu den Dahner Felsen. Spätestens am „Lachbergblick“ waren alle wieder voll guter Laune (*lach*). Weiter geht es über idyllische Waldpfade und vorbei an riesigen, roten Sandstein-Felsen, die voller kurioser Verwitterungsformen sind. Ist schon gigantisch, wenn man da so klein daneben steht.

Riesen-Felsen

Riesen-Felsen

Wir näherten uns Dahn, mit seinem weltbekannten Felsen „Jungfernsprung“, der sich 70 Meter über dem Ort erhebt. Meine „Jungfern“ hatten auch ihren Spaß, aber sind Gott sei Dank nicht gesprungen! Wer sich für die Sage interessiert, kann hier mal nachlesen.

Jungfern auf dem Jungfernsprung

Jungfern auf dem Jungfernsprung

Am nächsten Morgen lachte die Sonne uns entgegen – herrlich! Gut ausgeruht ging es auf einen wahren Felsentrip. Zunächst stiegen wir am Soldaten-Ehrenmal auf dem Kreuzweg hoch und wunderten uns nicht schlecht, als Jesus bis auf seine Hände und Füße am Kreuz fehlte. Da hatten wir Erwachsene schon wieder keine Erklärung auf die Standardfrage: „Mama, warum…..?“ Kennt sie jemand von Euch?

Kreuz ohne Jesus

Kreuz ohne Jesus

Über einen Abstecher gelangten wir zum Hochstein, der einen herrlichen Ausblick über ein imposantes Felsen-Fenster und Plateau bietet.

Aussicht vom Hochstein

Aussicht vom Hochstein

Die Kinder waren bis dahin schön eingelaufen und hatten sich an den Dahner Burguinen erstmal eine Pause verdient, sowie natürlich eine ausgiebige Erkundung der Felsenwände und Ruinen der Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein. Versucht man sich in die damalige Zeit hinein zu versetzen, kommt man immer wieder zur Frage zurück: „Wie war das Leben auf der Burg?“ und „Wie konnte man früher solche Bauwerke errichten?“. Nicht nur die Kinder waren beeindruckt!

 Auf den Dahner Ruinen

Auf den Dahner Ruinen

Nach dem Ort Erftweiler kamen wir an eine wunderschöne Aussicht, die uns zum Picknicken einlud. Und dort konnten wir ein wahres „Butzel-Paradies“ vorfinden. (Butzel=pfälzisch: Kiefernzapfen). Schnell wurden alle Taschen gestopft, denn zwischendurch hat sich das Butzel-Werfen zu einem echten Sport entwickelt. In der Disziplin „Erwachsenen-Rucksäcke-Bewerfen“ schnitten die Kinder hervorragend ab. Das Gute ist – die kleinen Butzeln tun nicht weh, wenn mal eine den Kopf trifft!

Butzel-Paradies

Butzel-Paradies

Wieder ging es hinauf durch Kiefernwald. Wir überwanden den mit 399 m höchsten Berg unserer Wanderung über einen Felsen mit kleiner Klettereinlage und liefen danach federnd die Pfade bergab. So bliebt es heute noch länger, nur leider kam später der Regen wieder als unser Begleiter hinzu. Wir waren froh, als wir uns in unserem wunderschönen Ferienhaus in Busenberg (der Ort heißt wirklich so!) ausruhen konnten. 

__ __ __

Wie es weiter geht, lest Ihr in den nächsten Tagen im zweiten Teil –  viel Spaß dabei!

Eure Karin





3 Kommentare »

  1. Doro — 19. April 2012 @ 15:46

    Hallo Karin,

    das war sicher ein Supererlebnis für die Kinder, auf das sie auch richtig stolz sein können und von dem sie sicher noch lange zehren und erzählen! Es geht uns ja schon als erwachsene Wandergruppe so, dass so ein gemeinsames Erlebnis (eine Wanderwoche) besonders in Erinnerung bleibt. Gerade im heutigen Zeitalter, wo ja alles immer virtueller wird, ist gerade für Kinder so etwas „Bodenständiges“ nötiger, denn je.
    Schön, dass Du davon erzählst!!

    Viele Grüße,
    Doro

  2. Thomas
    Thomas — 19. April 2012 @ 19:30

    Hallo Karin,

    schöner Bericht – Danke – ich hab auch noch einen kleinen siebenjährigen Zwerg zuhause , der öfters mal nachfragt wann er endlich mal mitwandern darf .
    Das wird schlimm werden , da es sich um ein permanent plapperndes Mädchen handelt .

    Gruß

    Thomas

  3. Karin — 19. April 2012 @ 21:12

    Hallo Thomas,
    wir hatten ja auch drei Mädels dabei – die sind wirklich super begeisterungsfähig! Das Reden hält sich von ganz allein in Grenzen, keine Sorge…
    Gruss, Karin

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