Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2017 (4)
  • 2016 (16)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
Thomas von: am: 17.04.2012
Thomas Autor(in):    |   17. Apr 2012   |    Kategorie: Hunsrück, Kurz-& Rundtouren, Romantischer Rhein,

Vom Hunsrück ab in´s Rheintal

War ´ne schöne Tour

Hallo Leute,

wenn man vom Hunsrück in das UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal absteigen will, gibt es insgesamt bestimmt eine Menge Möglichkeiten um von den Höhen (des Hunsrücks) in das kultivierte – eben erwähnte Tal zu kommen – denke ich.

Pah – von wegen kultiviert – hab´ ich doch letztens irgendwo gelesen , dass die Bäche angeblich nur im Hunsrück weiblich sein sollen (also : DIE Bach – klar ! – was sonst ) Meiner Meinung nach ist der Rest der Republik da eher etwas merkwürdig drauf , was ich aber durchaus tolerieren kann .

Um vom Rheintal dann nach getaner Wanderung zurück in den Hunsrück zu kommen ohne die eigenen Füße – den Bus – das Schiff – den Flieger zu benutzen, kommt eigentlich nur der Zug in Frage .
Das schränkt die Auswahl der Wege leider leicht ein – genaugenommen die Strecke Emmelshausen-Boppard . Dort verkehrt die letzte Hunsrückeisenbahn im Pendelverkehr und überwindet dabei die steilste (Eisenbahn-) Steigung nördlich der Alpen – so ist´s zu lesen – wir werden sehen .

Die Strecke ist weder „versteigt“ noch „verschleift“ (ein älteres Wanderbüchlein gab etwas Anhalt für die Planung), so dass endlich wieder mal Karte und Kompass zum Einsatz kamen .

Zum Glück wurden Jürgen (ich kriege den Kerl einfach nicht los) und ich in den Achtzigern gründlich und auf Staatskosten in dieser etwas primitiven Orientierungsart geschult – aber OK – damals gab es halt einfach noch keine Schleifen und Steige.

Nachdem ich dann letzten Sonntag endlich meine Wanderschuhe gefunden hatte (das Leben birgt immer wieder neue Überraschungen) ging es auf die ca. 15 km lange Strecke ab Emmelshausen Bahnhof durch einen Waldweg mit Mülleimern – unter der Hunsrückhöhenstraße hindurch zu einem netten Biotop (leicht abseits und ausgeschildert) – schön .

Leider wurde im weiteren der Weg durch ein Stück Waldautobahn bestimmt…

… um dann weiter bis Fleckertshöhe und zurück zur Autobahn zu stoßen – noch ´ne laute Ecke.

Dann wurde es ruhig – Gott sei dank – und es ging langsam abwärts ins Rheintal . Wir schlugen hier erfreulicherweise den schönen Giebelweg ein…

… um uns dann erst mal bei einer Tasse Kaffee mit Leberwurstbrot (klar – mit Senf) und Gurken zu stärken .

Im weiteren Verlauf nähert man sich einem – hm – „Vortal“ des Rheintals mit schönen blühenden Streuobstwiesen- alles  in voller Blüte (klasse Teilstück) …

… um dann über den Rücken zwischen dem „Vortal“ und dem Rheintal Richtung Boppard abzuwandern .

Das Ziel ist erreicht : Boppard

Fazit : Das war nett ! Wir fanden es toll .
Es geht natürlich auch öfters über gut ausgebaute Wirtschaftswege – aber die Schaffung von immer schöner werdenden Wanderschleifen-Wegen  ist halt auch Superlative und Moderne .
Diese Strecke war für uns ein „deja vu“ (also wohl wie früher) mit notwendiger Wanderkarte. Der Kompass hier eher ein Gag .

Die Rückfahrt mit dem Zug ist mit schönen Ausblicken gesegnet ( keine Fotos, da die Scheiben spiegeln). Man gewinnt sehr schnell an Höhe ohne sich zu bewegen – hat auch was für sich .

Zurück am Ausgangspunkt :

Zuletzt:
Warum sich Jürgen seinen Ferrari in Silber besorgt hat bleibt mir ein immer währendes Rätsel .

Gruß

Thomas

 

 





2 Kommentare »

  1. JoergTh — 17. April 2012 @ 21:54

    Tja, auch ich wurde in den frühen achtzigern, wahrscheinlich vom gleichen Institut, in dieser Orientierungsart geschult. Und es hat nicht geschadet! Auch beim Umgang mit dem GPS kommt mir das zu gute… Danke für den witzig geschriebenen Post!

  2. Katrin — 18. April 2012 @ 15:25

    Hihi… hab schon öfters um die Mittagszeit im Wald eine Kaffeebar „Muntermacher“ analog der in unserer Werkskantine vermisst. Koffeinsucht lässt grüßen. 😉
    Mit der Hunsrückbahn von Boppard nach Emmelshausen ist ein schöner Abschluss, den ich letztes Jahr auch genossen habe. Bin von Emmelshausen nach St. Goar gewandert, mit dem (letzten!!) Schiff nach Boppard und dort in die Hunsrückbahn gestiegen. War klasse. Dein Bericht weckt Erinnerungen – danke!!

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

CAPTCHA
*