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Thomas von: am: 11.04.2012
Thomas Autor(in):    |   11. Apr 2012   |    Kategorie: Fachsimpeln, Fernwanderwege, Rheinsteig, Romantischer Rhein,

Auf dem Rheinsteig von St.Goarshausen nach Kaub

Hallo Leute ,

schenkte mir doch meine Ehefrau neulich tatsächlich ( sozusagen plötzlich und völlig unerwartet )ein Buch übers Wandern! – hier : eine Tourenbeschreibung des in Rheinland Pfalz stark beworbenen Rheinsteig in vielen Etappen .
Im Rahmen meiner Tour Soonwaldsteig bin ich schon über Rheinhöhen getappt und wurde damals von der Geräuschkulisse – hauptsächlich verursacht durch die endlosen Kette der Güterzüge – abgeschreckt .

Aber lesen kann man ja zum Glück lautlos und so stieß ich auf die Etappe 13 – von St. Goarshausen nach Kaub – ca.21 km lang mit ca. 1500 Meter Aufstieg und 1495 Meter Abstieg und eigentlich fast direkt vor meiner Haustür .
Nicht unerwähnt soll bleiben , das ich mir beim schmökern Gedanken über den Grund des Geschenkes meiner Frau machte . ( will sie mich aus dem Haus haben ?? )

Wie auch immer : Ich wollte die Tour mit Freund Jürgen am heiligsten aller Feiertage – also Karfreitag – angehen – nicht ohne die Hoffnung eines reduzierten Bahnverkehrs .

Wer schläft schon gerne lang ? Also stiegen wir morgens um 7 Uhr in die Blechkiste und fuhren den Berg runter zur Autofähre Kaub .
Jürgen hat hier eine Dauerkarte da er beruflich die Fähre täglich nutzt . Das keinesfalls kleine und versteckte Blechschild mit der Aufschrift : An Sonn und Feiertagen erste Überfahrt um 8 Uhr las er bedauerlicherweise heute zum ersten mal .
Nach 40 Minuten Wartezeit setzten wir dann endlich über und schifften in Kaub aus .

Ohne weitere Störungen erreichten wir kurz darauf St. Goarshausen .
Laut Tourenplanung beginnt der Einstieg zum Steig am Bahnhof . Da wir aber schon recht kurz hinter dem Ortseingang Zubringerschilder und einen Parkplatz fanden und sowieso nicht blöd sind sparten wir uns den Bahnhof .

Bei diesem zweifellosen Einstieg Richtung Fahrstraße zur Loreley geht es gleich einen Pfad links ab , auf dem man recht zügig Höhe gewinnt . Auf halber Höhe kam uns die Sache jedoch spanisch vor . Karte hatten wir keine dabei – man kennt sich ja aus . Der Tourenplaner lag da wo er natürlich auch liegen sollte : in der Blechkiste .
Wir stellten trotzdem fest , das Wanderer die ab dem Bahnhof richtig gehen uns hier irgendwann entgegenkommen müssten – falsch Richtung.
Wir drehten um und hatten uns so erfreulicherweise den Dreiburgenblick erspart – Klasse .
Unten im Tal geht es dann auf der anderen zügig in die Höhe , vorbei an der Burg Katz – oder was es die Maus ? – jedenfalls ist keine Besichtigung möglich – und weiter hoch zur Loreley mit der Freilichtbühne , dem Besucherzentrum und tollen Aussichten ins Rheintal .
Für Fotos was es leider noch zu diesig , aber später kam die Sonne raus .

Hier aber zu sehen die Loreley nach dem wir sie hinter uns gelassen hatten und es etwas klarer wurde :

und weitere Impessionen vom Steig ( wie immer geben die Bilder nix wieder )


Es geht über Wege und Pfade durch Seitentäler und Höhen mit wirklich immer wieder tollen Aussichten.

Der Lärm vom Tal hielt sich wohl auch aufgrund des Feiertages in grenzen .
Die Einsamkeit des Hunsrücks – die ich so liebe – sucht man hier allerdings vergebens .

Mit fortschreitender Zeit und schöner werdendem Wetter fanden sich immer mehr Wanderer ein – naja – wir waren natürlich auch darunter – klar .

Das Ende der Tour kam in sicht :

Kaub.

Es folgt der Abstieg in den Ort .

Für den Rückweg nach Goarshausen entschieden wir uns für das Schiff .

und tranken noch ein Bier .

Fazit :

Wohl durch den Feiertag bedingt war der Lärmpegel im grünen Bereich.
Es ist wahrlich kein Weg der Einsamkeit . Ich möchte eigentlich nicht wissen , wie es hier im Sommer aussieht .
Der Weg ist Top geeignet für Mehrtagestouren . Außerhalb der Hochsaison sollte man eigentlich immer ein Zimmer finden – aber fragt nach – Reklamationen nehme ich keine an .

…..und die Rückkehr zum Auto oder Ausgangspunkt im Tal : 0 Problemo .

Man hat die Wahl zwischen Bus – Bahn – Schiff . Wer gerne zurückfliegt , dem rate ich dringendst vom Rheinsteig ab .

Wir fanden die Tour klasse und werden in unserem Büchlein noch etwas blättern . Das enthaltene Kartenmaterial ist ausreichend , da der Steig Top beschildert ist ( wenn man sich nicht so blöde anstellt wie wir ) .

Zum Buch : Wander Touren von Kompakt . ISBN 978-3-934342-41-5 .

Schöne Wanderungen

Gruß

Thomas





1 Kommentar »

  1. Angelica — 11. April 2012 @ 15:52

    Thomas, Thomas….*kopfschüttel* So geht es aber nicht, den schönen Dreiburgenblick auszulassen… 😉
    Danke für den schönen und mal wieder lustigen Tourbericht 🙂
    Hab die „Königsetappe“ auch bereits hinter mir und hab bei der Tour einige Wanderer getroffen, die sogar ab Bahnhof „falsch“ gegangen sind. (Es ist übrigens Burg Katz… ich verwechsel das aber auch dauernd. Macht aber nix, dafür gibt es Wanderkarten 😉 )
    Im September letzten Jahres hab ich die Etappe an einem Samstag bei schönstem Wetter gemacht. Es gab schon Stellen wo die Menschen gehäuft (u.a. Loreley) auftraten. Viele – auch längere – Abschnitte konnte ich aber auch alleine genießen.
    Ich vermisse Bilder vom Roßstein. Für mich war das mit der schönste Abschnitt der Tour mit Blick auf das gegenüberliegende Oberwesel und die schöne Stadtmauer.
    Was die Übernachtungen angeht: Im August war ich bereits schonmal vor Ort um den Oelsbergsteig vom RheinBurgenWeg zu gehen und habe sogar kurzfristig Zimmer in einem Hotel in St. Goar bekommen.
    Das liegt optimal um Rheinsteig und RheinBurgenWeg mal ein einem verlängerten Wochenende zu erkunden.
    Freu mich über weitere Berichte
    Einen herzlichen Gruß aus Bonn schickt Angelica

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