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Manuel von: am: 10.02.2012
Manuel Autor(in):    |   10. Feb 2012   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren,

Der Urwald rockt

In den nördlichsten Ausläufern des Hunsrücks, die Mosel bei Mehring ist schon nah, lockt an der Kleinen Dhron der Premiumweg Rockenburger Urwaldpfad. Gestartet bin ich am Forellenhof, es gibt dort einen Zuweg zum eigentlichen Premiumweg, und dann sollte man direkt steil hoch gehen, gegen den Uhrzeigersinn, das ist wegedramaturgisch gesehen das Schärfste. Denn dann steht man direkt im herrlichsten Urwald

Während man aber schon Urschreie ausstoßen will und die Lianen sucht, wird man schon brutal mit zivilisatorischen Errungenschaften wie einer LEITER belästigt. Eine LEITER! Neumodischer Kram! Anstatt sich mit der puren Manneskraft am Felsen nach oben zu hangeln, werde ich genötigt, eine LEITER zu benutzen. Aber man beachte den Handlauf, der fürwahr den Händen schmeichelt. Das ist Leitergenuss in Vollendung!

 

Irgendwann geht man an einer lauschigen Fischerhütte vorbei. Die urigen Urwald-Fischer (sie heißen Jane und Tarzan) betreiben dieses lauschige Etablissement und freuen sich auf Euren Besuch. Freitags, Samstags und Sonntags. Nach Urwald sieht es hier nun wirklich aus, diesen Teil der Bezeichnung ROCKENBURGER URWALDPFAD habe ich kapiert.

 

Aber was es mit diesem oder dieser Rockenburg auf sich hat, das habe ich bis heute nicht kapiert. Es gibt weder einen Ort diesen Namens, der von dem Premiumweg tangiert wird, noch bin ich an einer Ruine gleichen Namens vorbeigewandert. Rockenburg, was soll das sein? Auch die niedlichen Tiere des Urwalds konnten mir keine Auskunft geben.

 

Zum krönenden Abschluss des Rundwegs habe ich mich noch in der regionalen Gourmetküche gestärkt. Nein, ich war nicht im Forellenhof, sondern anderthalb Kilometer weiter Richtung Mosel in Rüssels Landhaus St.Urban. Einen Michelin-Stern hat Harald Rüssel, und zur Belohnung darf er mit mir beim Saarländischen Rundfunk in der Sendung “Zwei Mann für alle Gänge” kochen.

 

Wenn ihr jetzt denkt: Ist das nicht etwas überkandidelt, nach dem Wandern in der Sterneküche zu essen, mag ich das nicht verdenken. Aber man muss keineswegs einen Kredit aufnehmen, um dort zu speisen. Ich verzehrte zum Beispiel das regionaltypische Gericht Rehbratwürstchen mit Wirsing, Spiegelei und Pfifferlingen von der Bistrokarte, Kostenpunkt 12,80 €: Der ABSOLUTE HAMMER! Die Kombi müsst ihr auch probieren: Premiumwandern und Gourmetküche, das rockt wirklich!

 



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1 Kommentar »

  1. radreisen-mecklenburg — 10. Februar 2012 @ 19:24

    Urwälder in Deutschland – ein besonders spannendes Thema. Wir empfehlen den Darßer Urwald an der Ostsee und den Serrahner Urwald im Müritz-Nationalpark.
    Ach, und noch etwas: Warum sollen sich Wandern und Spitzenküche ausschließen? Genuss ist doch beides. Also, locker rein – die Rehwürstchen…
    Viele Grüße aus Mecklenburg!

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