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Manuel von: am: 3.01.2012
Manuel Autor(in):    |   3. Jan 2012   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren,

Wie grün ist es auf unseren Wanderwegen

Grün ist die Partei und die Modefarbe des Jahres 2011, ganz klar. In Baden-Württemberg gibt es den ersten grünen Ministerpräsidenten, grüne Themen sind en vogue, die Energiewende kommt. Da muss man doch mal fragen dürfen, wie grün es sich auf den Wanderwunder-Wanderwegen wandern lässt.

Nehmen wir doch diese herrliche Waldidylle im Hunsrück:

Alles moosgrün, alles öko, oder? Aaaaber, könnte man einwenden, hier handelt es sich doch eindeutig um einen bösen Fichtenwald. Dass die Fichte böse ist, weiß doch jedes Kind: Sie macht mit ihren Nadeln den Boden sauer, bietet nicht die gleiche Artenvielfalt wie ein Mischwald und ihre Wurzel haben sich nur oberflächlich ins Erdreich eingegraben, so dass sie bei jedem Windhauch umfällt. Alles richtig, aber mal ehrlich: es gibt doch nichts Geileres, als im Sommer durch einen Fichtenwald zu wandern, das Licht fällt in Streifen durch die Bäume, die Bäume bieten optimalen Schatten und der Schritt auf dem nadelig-weichen Pfad. Fichtenwald rockt!

Die Grünen haben sich imagemäßig etwas von den sehr übertriebenen Naturschützern entfernt, sind pragmatischer geworden. Früher würde doch jedem Grünen nachgesagt, er würde höchstpersönlich Kröten über die Straße tragen. Heute wird eher ökologisch sinnvoll darauf hingewiesen, dass nicht Kröten, sondern ein Steig die Straße kreuzt. Die Grünen könnten dann einzelne Wanderer über die Strasse tragen. Nur so eine Idee.

Viele denken immer noch, ein Wald wäre ein Stück Natur. Für andere ist es einfach ein Wirtschaftsraum, in dem etwas sehr Wertvolles herumsteht: Holz. Und natürlich sind Naturmöbel aus Holz, und die Holzheizung gilt auch als umweltschonende alternative zu Gas, Öl oder gar Kohle. Aber wie bekommt man das schöne Holz aus dem Wald?

Zum Beispiel mit solchen dezenten, niedlichen Wald-Traktoren. Jedes Rad alleine könnte schon eine Wandergruppe des Eifelvereins erschlagen. So geht das nicht, das ist nicht grün! Warum nicht, wie es immer öfter gehandhabt wird, wieder auf Pferde zurückgreifen, die die Baumstämme aus dem Wald ziehen?

Ziemlich erschrocken war ich, als ich las, wie unsensibel in der Pfalz an der Lauter die Felsen genannt werden. Das könnte doch nun wirklich Wanderer und Naturfans abschrecken, oder?

Schließlich noch das Schild einer grünen Splittergruppe aus dem Westerwald: Die Waldinteressentenschaft Heupelzen. Es muss sich um eine Art Volkshochschulkurs handeln, die sich grün-ökologisch bewegt für den Wald interessieren. Wo gibt es Anmeldebögen für die Waldinteressentenschaft? Ich möchte sofort Mitglied werden! Was mich nur gestört hat, ist dieses Geduze: „Wanderer, DU befindest dich…“ und so weiter – ist das der neue grüne Umgangston, alles wird gnadenlos weggedutzt? Du, da müssen wir aber noch mal drüber reden!



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1 Kommentar »

  1. Sonja — 19. März 2012 @ 21:28

    So ein Harvester ist schon beeindruckend: Er macht der Fichte ruck-zuck den Garaus. Ich habe mal mitgezählt: 12 Sekunden hat er fürs Umsägen, Entasten und Kleinschneiden gebraucht. Bei diesem Tempo muss sich die Klimaerwärmung aber ranhalten, wenn sie ihren Anteil am Fichtensterben verteidigen will.

    Viele Grüße
    Sonja

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