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Thomas von: am: 19.12.2011
Thomas Autor(in):    |   19. Dez 2011   |    Kategorie: Hunsrück, Naturerlebnis, Saar-Hunsrück-Steig,

Soonwaldsteig – Endspurt (Teil 3/3)

Es lockt der dritte Tag – wie mir bekannt schön und anstrengend. Vom Kallenfels steigen wir teilweise sehr steil herunter ins Tal des Hahnenbaches .
Diesen Bach werden wir mehrmals von oben und am Bachbett selbst genießen . Nach 2-3 Kilometern geht es in ein schönes bewaldetes Seitental um dann auf einer Art Rundweg Schloss Wartenstein zu erreichen .
Schloss Wartenstein
Schloss Wartenstein ist die Anstalt für Leute die mit umgedrehten Socken durch die Gegend laufen . 😀
Auf dem nächsten Foto sieht man oben halblinks ein Wiesenstück . Dort haben wir gestern abend den Sturm abgeritten .
Hahnenbach
Die nächsten Kilometer mache ich doch mal kurz weil es später am Tag noch einiges zu berichten gibt . Von Wartenstein geht es weiter über schöne wilde Waldwege ins Tal , man Streift den Ort Hahnenbach, steigt einen Pfad steil hinauf, überquert über eine Fahrstraße den Bach, wander über Wiesen und Wald hoch und runter und landet in Friedrichshaus .
Hier verlässt die Fahrstraße erfreulicherweise das Bachtal . Trotzdem hat die Strasse nie wirklich gestört .
Wegweiser bei Rudolfshaus :
Wegweiser bei Rudolfshaus
Nun geht es steil bergauf – ein Weg der Marke : etwas langsamer und du bleibst stehen .
Wasserablaufrinne
Nicht zu fassen – auf dem Foto sieht es echt gemütlich aus – weiter durch eine Wasserablaufrinne , mal wieder runter und hoch bis zu den bekannten Fotomotiven „Tunnel“ ( es sind zwei )
Tunnel
Tunnel
Weitere Zeitzeugen des Bergbaus im Hunsrück finden sich eine Ecke weiter :
Zeitzeugen des Bergbaus
Die Bilder geben es wieder einmal nicht her – einfach tolle Ecke mit erstem Blick auf die Schmittburg und das Keltendorf :
Schmittburg und das Keltendorf
Schmittburg und das Keltendorf
Zweites Bild ist gezoomt . Das Tal wird in einer Schleife vorbei an einem Besucherbergwerk ( Bier ) mit immer wieder tollen Ausblicken umwandert um schließlich zum Hahnenbach zurückzukehren – ne echt schöne Passage – eigentlich Extraklasse .
Schmittburg und das Keltendorf
Über eine Brücke geht es ein letztes mal über den Hahnenbach weiter durch einen Wassererlebnispfad .
Brücke Hahnenbach
Es geht hier einen wirklich schönen Bachweg entlang – mit immer wieder auftauchenden Felsformationen :
Schotterweg
um dann das Tal schließlich über einen schier endlos ansteigenden Schotterweg zu verlassen. Nach dem Schotterweg folgen Wiesenwege und weiter aufwärts geht es Richtung Teufelsfels .
Wiesenwege
Etwas unterhalb des Teufelsfels liegt die Teufelsfelsschutzhütte
Teufelsfelsschutzhütte
und es kreuzen weitere leicht zu wandernde Routen .
Wegweiser bei Rudolfshaus
Ein kurzer Anstieg uns man kommt zum Teufelsfels mit Aussichtsturm und bei guter Fernsicht toller Aussicht .
Teufelsfels mit Aussichtsturm
Der( Teufels ) Felsen ist links hinter dem Aussichtsturm und war früher besteigbar . Heute ist er wohl zu bröselig . Dafür wurde der Turm gebaut . Ich bin stark pausenbedürftig ( Hund Pirat nicht ) aber der echt kalte Wind hier oben verbietet mir eine Pause . Auskühlung ist jetzt eher ungünstig .
Das folgende Teilstück direkt über den Höhenkamm ist für mich einer der echten Höhenpunkte der Tour .
Der Weg – eigentlich fast falsch – man muss der Beschilderung folgen- geht bestimmt 3 Kilometer durch Quarzitbrocken
Quarzitbrocken
und Quarzithalden wo andere Erdbewohner teilweise Steinpyramiden aufgehäuft haben . Die Bilder geben wie immer nix her – also selbst mal schauen .
Steinpyramiden
Steinpyramiden
Nach dem Kamm geht es etwas abwärts Richtung Simmerbach ( hat den Soonwald durchbrochen – und fließt übrigens auch durch mein Wohndorf Bergenhausen – ich kann beinahe reinspucken ) – dieser fließt hier durch das Kellenbachtal . Das mit dem Bach und dem Talnamen ist einfach hinzunehmen .
Hoch über dem Tal – mit Blich auf den Simmerbach ( gelogen – man sieht den Bach von hier oben nicht wirklich ) kreuzt eine schöne Schutzhütte . Sie liegt ein paar hundert Meter vom Steig entfernt mit toller Aussicht ins Tal und auf den morgen zu bezwingenden Bergrücken auf der anderen Seite.Schutzhütte
Die Hütte am morgen
Aussicht auf Kirn uns das Umland
und die tolle Aussicht .
Tag 4 :
Packen – absteigen zum Simmerbach im Kellenbachtal über wandernswerte Waldwege bis zu Simmerbachbrücke :
Simmerbachbrücke
im Kellenbachtal .

Nun folgt der Längste und in der Summe bestimmt – garantiert – steilste Aufstieg des Steigs – es geht ein paar hundert Meter am Bach entlang und dann über Felsen und Geröllschutthalden oft ohne wirklich erkennbaren Pfad steil bergan . Die Beschilderung ist aber OK – kein Thema .
Wir gingen es gemach an – dann ist eine Durchwanderung ohne Pause und Infarkt auch für Menschen wie mich machbar . Trotz des echt kalten Wetters ( es wurde auf dem Steig kontinuierlich immer kälter ) war der Weg nicht ohne Schweiß zu machen .
Vermeintlich am Ende der Steigung geht es über einen Waldweg horizontal weiter ( mit toller Aussicht auf den Hunsrück )
Waldweg
um dann nochmals bis zur Burg Koppenstein steil aufzusteigen
 Burg Koppenstein steil aufzusteigen
wie immer steiler als zu sehen .
Koppenstein ist eigentlich eine Ruine mit Aussichtsturm und Schutzhütte
Koppenstein ist eigentlich eine Ruine mit Aussichtsturm und Schutzhütte
aber echt schön . Erstmal wird hier gefrühstückt
Frühstück
und weiter geht es über Wald und Wiesenwege durch das kleine Asbachtal ( leider kein Foto gemacht ) zum Aussichtsturm Alteburg .

Aussichtsturm Alteburg
Der Turm ist echt stark . Er erinnert mich an Sarumans Isengart in klein .
Die nun folgende Strecke der Steigs sind bis zur Glashütter Wiese großteils echte Waldpfade .
Es geht durch alten Buchenbestand
Glashütter Wiese
weiter über ein Stück Waldautobahn ( immer geradeaus )
Waldautobahn
und weiter quer durch den Wald zu Hohen Tanne
Wald zu Hohen Tanne
Weiter über Waldpfade zum Ellerspring – der höchsten Stelle des Steiges . Hier befindet sich ein Postturm .
Postturm
Derfolgende Waldpfad führt und logischerweise bergab – vorbei an Quarzitfelsen Richtung der Glashütter Wiese . Kurz davor biegen wir rechts ab zur Opelwiese , einem Freizeitgelände . 4 Kilometer weiter haben wir bei regen unser Tagesziel erreicht .
Der nächste Morgen ist kalt – ich schätze 2 bis 3 Grad .
Trotzdem ist der Morgen schön und sogar die Sonne lässt sich blicken .
Opelwiese
Opelwiese
Der letzte Tag . Es geht wieder zum gestrigen Ausstieg vom Steig – zum Einstieg in die Glashütter Wiesen – einer wie der Name schon sagt – Wiesenlandschaft – mit tollen Einzelbäumen
Wiesenlandschaft - mit tollen Einzelbäumen
Wiesenlandschaft - mit tollen Einzelbäumen
und dann weiter zum Schwabbelbruch . Dies ist ein naturbelassenen Stück Feuchtgebiet . Durch die Nässe soll der Boden beim darübergehen schabbeln . Ich bin aber auf dem Weg geblieben .
Waldwiese
Der Wald auf der anderen Seite des Weges ist kultiviert .
Waldwiese
Der Weg zieht sich weiter bergan zum Schanzerkopf mit einer tollen Aussicht auf die Heimat .
Schanzerkopf
Ich bin des Schreibens müde . Der Weg verlässt den Schanzerkopf über Pfade und weiter über Waldwege Richtung Hochsteinchen – noch ne schöne Ecke .
DANN :
Waldwege
Abstieg nach Eller . Ende der Tour . Da es schon ziemlich spät und dazu noch Sonntag vor der Arbeit am Montag ist , lasse ich mich von Jürgens Schwester ( die in Ellern wohnt ) nach Hause fahren . Danke Katja .
Fazit : Lohnenswerte Strecke . Das schönere Stück ist auf alle Fälle die Ecke zwischen Kirn und ca. Rheinböllerhütte im Guldenbachtal . Das folgende Teilstück bis zum Morgenbachtal ist einfach zu stark geschottert . Es sollte hier über eine mögliche Umlegung des Steigs nachgedacht werden . Trotzdem ist der Steig in seiner Gesamtheit wirklich nur zu empfehlen – bin ihn immerhin schon zweimal gelaufen.
Für weiter Fragen stehe ich gerne unter Josttojo@aol.com zur Verfügung .
Rechtschreibfehler bitte ich zu ignorieren . Anregungen gegenüber bin ich offen.
So – nun wird es langsam Winter und es ist schön zu Hause neben dem Ofen zu sitzen und über die Wanderungen in 2012 nachzudenken.
Geplant ist der Saar Hunsrücksteig von der Saarschleife bis Idar Oberstein in wohl 6 Tagen ( mit Jürgen ) – uns bestimmt noch eine längere Bachtour.

Bis dann
Gruß
Thomas





3 Kommentare »

  1. Karin — 21. Dezember 2011 @ 13:03

    Schön geschrieben Thomas! Da muss ich auch nochmal hin- ist ein super Naturtrail!

  2. Ester — 23. Februar 2012 @ 14:31

    Vielen Dank für den schönen Bericht. Hab ich mir Freude gelesen. Wir wandern den Soonwaldsteig im Mai diesen Jahres, aber ganz gemütlich mit Gepäcktransfer. Bin mal sehr gespannt, ob ich was aus deinem Bericht wieder entdecke.

  3. Thomas
    Thomas — 3. März 2012 @ 14:04

    Hallo Ester ,

    bestimmt einiges .

    Gib doch mal eine Rückmeldung wenn Ihr Eure Strecke
    gemacht habt .

    Gruß
    Thomas

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