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Manuel von: am: 8.11.2011
Manuel Autor(in):    |   8. Nov 2011   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren,

Das Kreuz mit der Trage auf dem Annweilersten Wanderweg der Welt

Kürzlich bin ich in der Pfalz gewandert. In Annweiler. Annweiler ist momentan vielen Autofahrern wohlbekannt, die von Pirmasens nach Landau auf der B 10 fahren wollen. Oder umgekehrt von Landau nach Pirmasens. Denn der Tunnel von Annweiler ist gesperrt, so dass sich der ganze Schwer- und Leichtlastverkehr auf einer Umleitung durch den Ort wälzt. Die Annweiler Bürger haben daraus eine Tugend gemacht und werben mit dem Slogan „Tunnel zu, Innenstadt offen“ dafür, doch mal in Annweiler anzuhalten und zu shoppen.

Ich war in Annweiler nicht shoppen, sondern wandern, ist doch klar. In dem Ort am Trifels lockt seit kurzem der „Annweilerer Burgenweg“. Ein etwas sperriger Wanderweg-Name, wie ich finde. „Warst du auch zuletzt auf dem Annweilerer Burgenweg unterwegs?“, diese Frage könnte für so manchen Knoten in der Zunge sorgen. Ich kann es mir nur so erklären: der Name ist wahrscheinlich Teil einer Steigerungsform: Annweiler, Annweilerer, am Annweilersten, am Allerannweilersten. So muss es sein.

Ich wanderte aber keineswegs alleine auf dem Annweilerer Burgenweg, mitnichten, die Familie durfte mit. Auch Baby Andrack.

Nach dem etwas missglückten Versuch des Kinderwagen-Wanderns (siehe Wanderwunder-Blogeintrag Ohne Schweiß kein Maikur-Hinweis) hatte ich den Nachwuchs nun vor meinen Bauch in eine Trage, einen sogenannten Ergo-Carrier geschnallt. Um es kurz zu machen, auch dieser Wandern-mit-Baby-Versuch scheiterte kläglich, zumindest was meine Person anging. Das Baby schrie fast die ganze Zeit, nur wenn ich laut keuchte, weil es den Berg hoch ging, dann fing es an zu lachen. Ich habe ganz einfach mit meinem Bauch dem Kind die Luft abgeschnürt, dieser Ergo-Carrier ist eindeutig für schlankere Menschen gemacht. Nach anderthalb Kilometern und 170 Höhenmetern gab ich Trage samt Baby entnervt/entkräftet an meine Frau weiter, dann ging es besser. Mir und dem Baby. Das nächste Mal wandere ich mit Kiepe, ich werde berichten, wie das geklappt hat. Wenn Ihr auch Babywandererfahrungen habt, könnt ihr ja gerne schreiben oder Tipps geben.

 

Unsere Kleinfamilie kam dann an der ersten Burg des Annweilerer Burgenwegs vorbei. Burg Scharfenberg.

Kleiner Geheimtipp von mir (das Schöne an Geheimtipps ist: wenn man sie verrät, sind sie gar nicht mehr so doll geheim): Man sollte unbedingt unterhalb der Burg Scharfenberg nach den tollen Beeren Ausschau halten, zuckersüß und prall, einfach traumhaft!

Und vom Plateau der Münz konnte ich dann entspannt auf die berühmte Trifels schauen. Mit locker in die Hüfte gestemmter Hand. So schön wandert es sich eben ohne Babytrage auf dem Oberannweilersten Wanderweg der Pfalz.

 



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8 Kommentare »

  1. Nikolas — 9. November 2011 @ 13:34

    Ach Herr Andrack,
    Sie machen mit Verspätung das Gleiche durch was ich auch erlebt habe. Ich fand es aber eigentlich wesentlich praktischer, das Kind auf dem Rücken in der Trage zu transportieren. Dort schlief unser Nachwuchs einwandfrei (auch auf diesem nämlichen, damals noch nicht so heißenden Weg). Sobald wir (insbesondere ich) aber anhielten um zu verschnaufen, wachte er auf und beschwerte sich lautstark. Wohl oder übel mußte ich dann wieder weiterlaufen.
    Unser damaliges Gepäck war auch gigantisch: Decke als Wickelunterlage, mehrere Ersatzwindeln, Ersatzschnuller, Ersatzkleidung, alles doppelt. Ich glaube ich habe zu der Zeit mindestens 5 kg verloren, was ja andererseits auch gar nicht so schlecht ist.

  2. Der-Wanderfreund — 14. November 2011 @ 23:01

    Herzlichen Glückwunsch zum dritten Kind, Herr Andrack. Wandern mit Baby stelle ich mir in der Tat schwierig vor. Aber die Kinder werden ja schnell größer, dann geht es mit Sicherheit besser. Also nur Geduld. Alles Gute. Und viele Grüße
    Thomas Schulte, Der Wanderfreund.

  3. Amrei — 16. November 2011 @ 11:33

    Was ist es denn geworden – Männchen oder Weibchen? Und warum verschwinden Sie immer monatelang, dass man an ein schlimmes Zerwürfnis mit dm Auftraggeber denkt?

    Gruß aus Mainz!

  4. Die Alleranweilerste Julia — 18. November 2011 @ 14:56

    Den Superlativ von Annweiler finde ich klasse, vielen Dank für die tolle Wortspielerei. Die Form „Annweilerer“ kommt vermutlich daher, dass wir Pfälzer gerne Wortendungen und Silben verschlucken und es in Umgangssprache und Dialekt nur „Annweil’rer“ heißt.
    Danke für den tollen Blog und viele Grüße aus der Trifelsstadt,
    Julia

  5. Thomas — 21. November 2011 @ 18:49

    Ich fand es als Kind auch auf dem Rücken am bequemsten. Also soweit ich mich erinnern kann. :)

  6. Karin — 23. November 2011 @ 09:03

    Hallo Manuel,
    da ich Zwillinge habe, blieb mir als begeisterte Wandersfrau nur folgende Varianten:
    a) Immer mit mehreren Leuten wandern und beim Tragen abwechseln
    b) Einerseits ohne Kinder peppige Touren machen und andererseits die Kinder ab 2 Jahren selbster wandern lassen und langsam die Strecke steigern…
    Heute wandern sie immer noch begeistert und wir sind schon bei ca. 15 km Strecken angekommen … also nur Mut! Es dauert nur ca. 10 Jahre 😉
    Gruss, Karin

  7. Ivonne — 23. November 2011 @ 10:37

    Am einfachsten ist es in Regionen, die Kinderwagengeeignete Wanderwege bieten. In Thüringen rund um Oberhof geht das hier sehr gut. Oder das Tragetuch kann ich nur wärmstens empfehlen, da kann das Kind auf den Rücken, an die Seite oder auf den Bauch geschnallt werden. Als unserer noch klein war, hat er da gut schlafen können.

  8. Thomas D — 13. Dezember 2011 @ 12:47

    Wir haben für unsere Tocher (10 Monate) eine Kindertrage. Damit lassen sich zumindest schon kleine Wanderungen in der Pfalz gut bewältigen :-).

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