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Manuel von: am: 13.05.2011
Manuel Autor(in):    |   13. Mai 2011   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren,

Wanderwunderliches

Die Sitzgruppe am Wanderweg mit ein bis zwei Bänken gehört zum Standard-Repertoire des Waldmobiliars. Bei einer Wanderung im Naheland sah ich nun diese Wanderwegmöblierung

Auf diese Bank passen maximal zwei Menschen. Voraussetzung: beide sind sehr dürre und kennen sich entweder sehr gut oder haben sich so gerne, dass beide keinen Körperkontakt scheuen. Aber der Tisch signalisiert eindeutig: Hier ist nur Platz für einen oder eine. Das ist ein Sitzensemble für die Mono-Pause. Ein Mahnmal unserer Singlegesellschaft, ein Fanal des einsamen Wanderns. Mehr Tisch, mehr Bank brauchen die meisten anscheinend nicht beim Wandern 2011. Wirklich wanderwunderlich.

Beim Wandern ist es üblich, viele Bäume zu sehen. Wie der weise Konfuzius schon sagte. Bäume, Bäume, und dazwischen Zwischenräume, das ergibt ein Wald. Aufmerksamen Wald-Wanderern entgeht nicht, dass viele Bäume markiert sind, mit Zeichen, mit Namen, oft mit schreienden Neonfarben. Damit kennzeichnet der Förster, welche Bäume gefällt werden, welche nicht, und vor allem, wessen Eigentum dieser oder jener Stamm ist.

Nun sah ich im Naheland diesen Staatsbaum. Der gehört weder Hinz noch gehört er Kunz, sondern dem Staat. Man unterscheidet ja auch zwischen Staatsforst und Privatwald. Und damit den Baum keiner umhaut und begehrt, was der Angie oder dem Kurt gehört, hat der eifrige Förster STAAT auf den Baum gesprüht. Denn wenn dies Holz fehlt, könnte das schlimme Lücken in Schäubles Haushalt reißen. Und das will nun wirklich keiner.

Die Frage ist allerdings, wem der Baum gehört, an dem ich diesen BH in der Osteifel sah. Wobei in diesem Fall die Fragestellung falsch ist, weil es eindeutig interessanter ist, wem der BH gehört, nicht der Baum. Die erste Assoziation ist natürlich: Heißer Sex am Premiumweg, dem Vulkanpfad. Aber macht man es sich nicht mit dieser Primitiv-Interpretation zu leicht? Denn wie leicht hat man so einen BH einfach mal verloren, oft hängen ja auch verlorene Handschuhe an Ästen. Oder der Dame war es ganz einfach heiß vom Berghochsteigen und sie wollte sich etwas Luft verschaffen. Oder aber es war einfach ein Jux, damit der Andrack und alle Wanderer mit ihm sich wundern.

Am Wildgrafenweg schließlich sah ich dieses Gebäude, eine Volkssternwarte. Ich habe schon die eine oder andere Sternwarte gesehen, aber dieser Ort, fernab den Lichtern der Großstädte, die den sauberen Blick ins All verschmutzen, schien mir äußerst geeignet zu sein für die Beobachtung der Himmelskörper. Beeindruckend fand ich alleine, dass es eine Sternwarte des Volkes war. Ich kannte bisher den Volkswagen, die Volkshochschule, das Volksbegehren, das Volksempfinden, ob gesund oder ungesund, aber von einer Volkssternwarte hatte ich noch nie gehört. Nun denn. Im Namen des Volkes, wartet die Sterne!



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