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Manuel von: am: 8.03.2011
Manuel Autor(in):    |   8. Mrz 2011   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren,

Winter Ade an der Nahe

Winterwandern hat Vorteile. Weitgehende Einsamkeit auf den Wegen, klare kalte Luft, weiße, märchenhafte Schneepracht. Aber dann ist auch irgendwann gut und Mensch sehnt sich nach wärmenden Sonnenstrahlen und bunten knospenden Blüten. Winter ade, scheiden tut weh, aber es gibt ja noch eine Art Übergangszeit. Nun haben wir schon März, die Temperaturen klettern an die Zehn-Grad-Grenze heran. Andererseits ist es nachts noch frostig kalt und das Grün der Blätter lässt noch auf sich warten. Es ist eben schon meteorologischer Frühling, aber noch kein kalendarischer.

Ich war Anfang März auf dem Wildgrafenweg unterwegs. Der Wildgrafenweg ist ein nigelnagelneuer Premiumweg im Naheland, zu preisen wegen seiner landschaftlichen Schönheiten, aber auch wegen seiner historischen Bauwerke, allen voran dem Schloss Dhaun. Dhaun mit “H”, nicht zu verwechseln mit Daun ohne “H” in der Vulkaneifel, die haben dort kein Schloss, sondern “nur” eine Burg. Was heißt “nur”, die haben eben eine Burg, eine tolle übrigens, da habe ich auch schon genächtigt und geschmaust und geschwommen, alles sehr empfehlenswert, aber es soll ja nun um Dhaun und nicht um Daun gehen.

Wenige hundert Wander-Meter hinter dem Schloss Dhaun befindet sich die Ruine Brunkenstein. An dem Anblick des Gemäuers lässt sich schön der erste Vorteil des Winter-Ade-Wanderns beobachten. Ein so gestochen scharfes Licht lässt sich im Sommer nur in den frühen Morgenstunden zwischen 5:00 und 5:12 beobachten. Das Noch-Winterlicht allerdings gibt der Ruine eine Schärfe, dass man denkt, man sei in Ägypten.

Auch auf die Aussichten hat das klare, kalte Vorfrühlingswetter eine positive Auswirkung. Man kann weit schauen, Dunst ist ein Fremdwort. Und an Aussichten ist der Wildgrafenweg nicht arm, entweder man schaut über das Nahetal oder weit in den Soonwald hinein über das Simmertal hinweg.

Und dann erwacht natürlich auch noch die Flora. Obwohl das knapp war, denn vor lauter Aussichten- und Ruinen- und Schloss-Gucken wäre ich beim Wandern fast über die Blümchen gelatscht und hätte um Haaresbreite alles platt gemacht. Heißen die nun SCHNEEglöckchen oder MAIglöckchen? Egal, irgendwelche Glocken eben, oh Mann; da ist sie wieder, meine verdammte Flora-Legasthenie, wer kann weiterhelfen?

Was auch noch (meistens) schön ist bei diesem Winter-Wander-Wunder-Wetter: Dass das Grün an den Bäumen fehlt. Man stelle sich vor, alles wäre “schön” grün, dann würde man die Kapelle des Örtchens St. Johannisberg oberhalb der Nahe gar nicht sehen können, müsste die Äste wegschneiden für den Blick und so weiter und so fort.

Winter Ade, scheiden tut weh, aber dein Scheiden macht, dass mir das Herzen lacht und weil das alles so schön war auf dem Wildgrafenweg, habe ich mir zur Feier des Tages das erste Eis des Jahres in Kirn genehmigt. Der Sommer kann kommen!!!



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2 Kommentare »

  1. Konny — 17. März 2011 @ 22:53

    Hi,

    das sind Schneeglöckchen. Maiglöckchen sind runder.

  2. Manuel Andrack — 21. März 2011 @ 05:32

    Herzlichen Dank für die Info, Schneeglöckchen, werde ich mir versuchen zu merken.

    Der Flora-Legasniker

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