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Manuel von: am: 26.11.2010
Manuel Autor(in):    |   26. Nov 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Entscheidung am Altfels

Entscheidung am Altfels. Könnte ein schöner Titel für einen Heimatfilm der 1950er Jahre sein. Handlung: Der Oberförster stellt am Altfels den lange gesuchten Wilderer. Beide haben ihre Waffen im Anschlag. Doch da stürzt die Tochter des Oberförsters aus dem Unterholz, die heimliche Geliebte des Wilderers. Ein Schuss löst sich, wer stirbt?

Ungleich dramatischer waren meine Erlebnisse am Altfels, meine Entscheidung, eher Entscheidungen am Altfels.

Der Altfels befindet sich oberhalb Pinschbachtals, einem Seitental der Saar. Ich war auf dem Premiumweg Kasteler Felsenpfad unterwegs und kam am Altfels vorbei. Und dort wartete die erste Entscheidung auf mich. Soll ich oder soll ich nicht? Da hoch klettern? Eigentlich bin ich nicht so der Äffchen-Typ, aber es waren immerhin einige Stufen in den Fels gehauen und Stahlseile angebracht. Aber, um es ganz klar zu sagen, die Erstürmung des Altfelsens gehörte nicht zum Programm des Premiumwegs. Ich würde eine Extraleistung mit dem Erklettern erbringen.

Okay, ich entschied mich, da hochzugehen. Ich bin doch kein Weichei, bin ein Mann und keine Maus, ich werde mir doch vor so einem Felsen nicht die Hosen voll machen. Also kletterte ich hoch. Immer schön an den Seilen festhalten und den nächsten Schritt erst machen, wenn der Fuß sicheren Halt hat. Schweißperlen traten auf meine Stirn. War ja auch ganz schön heiß.

Als ich mit wackligen Beinen zwanzig Meter höher auf dem Felsplateau angelangt war, schaute ich das erste Mal nach unten. Und bekam einen veritablen Schock. Da muss ich gleich wieder runter? Plötzlich fiel mir ein, dass ich nicht schwindelfrei bin. Ich habe regelrecht Panik vor der Höhe, man nennt es, glaube ich, Höhenangst. Das fiel mir nur leider etwas spät ein.

Ich fragte mich das erste Mal, ob das eine wirklich gute Entscheidung gewesen war, auf diesen Altfels zu krabbeln. Ein einzelner Baum hatte sich auf den Steinen eingenistet. Da würde ich mich mal dran lehnen. Und meine nächsten Schritte sehr sehr gut überlegen. Ob wohl ein Hubschrauber auf dem Altfels landen könnte, um mich zu retten? Meine Nahrungsvorräte würden auf jeden Fall für 24 Stunden reichen. Weil eines war klar, ich würde da nicht runter klettern.

Lest bald den zweiten Teil des Schockers „Entscheidung am Altfels“.



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1 Kommentar »

  1. Daniel — 3. Januar 2011 @ 20:03

    Die Treppe die in den Fels gehauen wurde sieht echt ulkig aus. Sowas habe ich bisher noch nicht gesehen

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