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Manuel von: am: 15.11.2010
Manuel Autor(in):    |   15. Nov 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Eisenbahnromantik und Wandern

Tuff, Tuff die Eisenbahn, wer will mit mir … in den Hunsrück fahren? Als alter Eisenbahnfan und Schienenromantiker, bin ich natürlich sofort dabei, ein wenig mit der Eisenbahn durch den Hunsrück zu fahren. Das gestaltet sich aber im Jahr 2010 etwas schwierig, sind doch so gut wie alle Bahnstrecken dort inzwischen stillgelegt. So auch die sogenannte Hunsrückbahn, die früher von Simmern über Morbach nach Hermeskeil fuhr. Einige Kilometer des Saar-Hunsrück-Steigs führen entlang der Trasse und man kann beim Wandern öfter die Gleise sehen, die übrigens immer noch verlegt sind. Die Bahnstrecke könnte also jederzeit wiedereröffnet werden, auf Wunsch auch als ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke (Aber bitte ohne Umbautheater wie in Stuttgart!).

Sehr beeindruckend ist es, auf dem Steig durch das Hachenbachtal zu wandern. Dort erhebt sich ein großartiges Viadukt über der grünen Hölle des Hunsrück-Tals.

Beim Näherkommen sieht man genau: Mensch, das ist doch bestimmt eine der höchsten eingeschossigen steinernen Eisenbahnbrücken Deutschlands. Ich schätzte aus dem Stand, dass das Viadukt 40 Meter hoch sei. Meine Überraschung war riesig, als ich daheim bei wikipedia nachschlug (kann man bei wikipedia eigentlich wirklich nachschlagen?) und feststellte, dass ich tatsächlich richtig gelegen hatte. Wo die ganzen mehrgeschossigen, aber nicht steinernen Viadukte in Deutschland stehen, habe ich nicht herausbekommen. Ich kenne als Wanderer nur die Müngstener Brücke über das Tal der Wupper. Außerdem ist ein Steinviadukt der Dampflok-Stadt Altenbeken bei Paderborn Mittelpunkt eines eigenen Wanderwegs. Wer noch andere Gegenden kennt, in denen Eisenbahnviadukt auf Wanderwege trifft, kann wie immer gerne schreiben und berichten.

Kurz nach der Viaduktbesichtigung kam ich bei meiner Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig den Gleisen der Hunsrückbahn sehr nahe.

So nah, dass ich meine Schwellenangst überwand und beschloss, einige hundert Meter auf dem Gleisbett weiterzuwandern. Selbst querlegende Bäume konnten mich an meinem eisenbahnnostalgischen Gang nicht hindern. Sehr löblich, dass extra ein Schild mit einem P für die Wanderer installiert worden war, um vor dem PAUM zu warnen. Der Schildermann war eben ein Legasniker.

Was ich aber überhaupt nicht auf die Kette kriege, ist die Schrittfolge auf den Gleisen. Der Rhythmus Schwelle-für-Schwelle ist wohl nur Kindern oder Gnomen vorbehalten, denn ich verfalle in einen hyperventilierenden Trippelschritt, will ich wirklich jede Schwelle erwischen. Entscheidet man sich hingegen dazu, nur jede zweite Schwelle zu betreten, stolziert man daher wie Storch Adebar. Das geht gar nicht. Mein kleiner Lehrfilm verdeutlicht das Dilemma.

Wenn Sie noch nicht beim Zuschauen gestolpert sind, gibt es nur eine Lösungsmöglichkeit: Der anderthalb-Schwellen-Tritt. Sieht leider etwas nach Humpeln aus. Weshalb ich dann doch wieder auf den Saar-Hunsrück-Steig zurückgegangen bin.



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2 Kommentare »

  1. theomix — 15. November 2010 @ 14:28

    Ursprünglich sollten die Schwellen „Trittermöglichungsholzbohlen“ heißen und einen anderen Abstand haben.Aber das war selbst damals in einer Behörde zu lang. Also blieb es bei der Schwelle, die dann auch liegenblieb .Wäre auch noch schöner, wenn die Schwelle den Aufstand probte…

  2. Grummbeere — 18. November 2010 @ 19:28

    Also das „Hubertusviadukt“ der Bahnstrecke Buchholz – Boppard soll 48,5m hoch sein. 😉 Die Strecke sollte man allerdings nicht zu ‚Rhythmusübungen‘ benutzen da die Strecke noch im vollen Betrieb ist.

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