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Manuel von: am: 12.10.2010
Manuel Autor(in):    |   12. Okt 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Klause closed

Dem Start eines Premiumwegs kommt immer eine besondere Bedeutung zu. Ist er spektakulär schön, hat der Premiumweg schon halb gewonnen, nämlich das Herz des Wanderers. Der offizielle Start des Kasteler Felsenpfads ist ein echter Knaller. Offiziell, weil es auch einen inoffiziellen Startpunkt gibt, wenn man nämlich mit dem Bus von Saarburg nach Kastel-Staadt fährt (das geht, auch wenn auf der Homepage des Premiumwegs keine Hinweise auf die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV zu finden sind), befindet man sich auf dem Felsenpfad und kann unter einem Haus hindurch ins Wandervergnügen starten. Aber zurück zum offiziellen Startpunkt des Kasteler Felsenpfads. Das ist eine Kirche, die so einsam in der Gegend herumsteht. Die war ganz traurig, ganz alleine in der Landschaft zu sein, so dass man eben den Kasteler Felsenpfad erfand, damit in der Gegend mal was los ist.

Aber die Kirche ist nicht der einzige Knaller am Startpunkt des Kasteler Felsenpfads. Es gibt auch noch die Klause. Diese wurde zunächst in fernen Jahrhunderten von Mönchen als Refugium in den Fels gekloppt. Dann bekam der Preußenkönig Wilhelm IV diese Ruine geschenkt, der ganz versessen auf das Rheinland war (ja, auch das Saargebiet gehörte 103 Jahre zur preußischen Rheinprovinz!) Der Wilhelm vier hat ja auch den Kölner Dom weiterbauen lassen. Und schickte seinen Architekten-Star Karl Friedrich Schinkel an die Saar, um die Klause ein wenig zu pimpen und ließ dort die Gebeine des Johann von Luxemburg, auch der Blinde genannt, aufbewahren. Hört sich alles sehr sehr spannend an. Viel mehr kann ich aber leider nicht berichten – ganz schön ärgerlich – aber die Klause hatte geschlossen, was ja auch der lateinische Ursprung ihres Namens ist.

Ich hatte vor meiner Wanderung im Internet wie ein Wilder recherchiert, aber keine Öffnungszeiten finden können. Daher nun für EUCH von MIR, ganz exklusiv und total für umsonst: Die Öffnungszeiten der Klause:

Als ich dann endlich mit meiner Wanderung starten wollte, wäre ich fast noch auf eine Schlange getreten. Wahnsinn, eine richtige Schlange zu meinen Füßen. Wollte die mich wie weiland Adam und Eva in Versuchung führen? Ich stampfte kräftig auf und führte einen Veitstanz um das Reptil auf. Die Schlange bewegte sich nicht. War das eine Attrappe, stellte sie sich tot, war sie vielleicht sogar tot? Rätsel über Rätsel.

Noch mehr Rätsel gab es zu lösen, als mir drei Wegweiser die Richtung bei diesem Rundweg weisen wollten. Das war wie bei einem flotten Dreier, ein Hinweisschild war definitiv zu viel. Und dann noch dieser grüner Schal, der um einen Wegweiser geflochten war. Wirklich nur ein Fundstück? Indiz eines Kriminalfalls? Frivoler Wink mit dem Holzpfahl?

Der Kasteler Felsenpfad ist der Weg der Rätsel.



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