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Manuel von: am: 5.10.2010
Manuel Autor(in):    |   5. Okt 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Wunderbares Wanderwunder

Gott sei Dank gibt es die moderne Internet-Technik. Ich ging unbedarft über die Wandermesse „TourNatur“ in Düsseldorf und kam an einem Stand mit dem Titel „WanderWunder“ vorbei. Ich wunderte mich kurz, woher mir der Begriff „WanderWunder“ ein Begriff war, dann fiel es mir Schuppen aus den Haaren: Klar doch, bei wanderwunder.de schreibe ich doch meinen Wanderblog. Also sagte ich der Dame am „WanderWunder“-Stand: „Hallo“ und schaute mir auf einem dezenten Flachbildschirm das oben beschriebene Wunder der Internet-Technik an: Ein Wandertourenplaner. Ich gab unbeholfen „Saar-Hunsrück-Steig an“ und bekam eine Auswahl von zehn Etappen. Schwuppdiwupp klickte ich mich auf den Erbeskopf und gelangte zur Etappe Morbach – Erbeskopf. Erbeskopf, der höchste Berg des Hunsrücks, ach was sage ich, der höchste Berg von Rheinland-Pfalz mit sagenumwobenen 818 Metern. Da habe ich nur noch gesagt: „Ui, da geht es aber ganz schön hinauf, zum Erbeskopf“ und habe leicht debil auf das Höhenprofil gezeigt.

Zur Belohnung, dass ich so schön auf Höhenprofile von Flachbildschirmen zeigen kann, bekam ich von der Dame am „WanderWunder“-Messestand ein so genanntes Give-Away, in der deutschen Übersetzung „Gib-das-Weg“. Das „Gib-das-Weg“ war ein verwunschene silberne Dose. Die Büchse der Pandora?

Zuerst dachte ich, das wäre ein Kompass. Falsch. Beim Aufdrehen sah ich zunächst ein Necessaire. Das brauchte man früher, als es noch Menschen gab, die selber Nähen konnten, und Strümpfe nicht weggeschmissen wurden, wenn sie ein Loch hatten. Natürlich werde ich mir nun eigenhändig während meiner Wanderungen abgerissene Knöpfe wieder annähen.

Man konnte die kleine silberne Dose aber auch Aufklappen, und dann sieht man einen Schminkspiegel. Da ich mich eher selten beim, vor dem oder auch nach dem Wandern schminke, dachte ich mir andere Verwendungsmöglichkeiten für den Spiegel aus. Zum Beispiel kann man das Ding als Wanderrückspiegel benutzen, um heranstürmende Wandrer frühzeitig sehen zu können. Oder man kann sein Hinterteil überprüfen, ob etwa Schlammspritzer an die Gesäßtasche gespritzt sind.

Und als wäre das noch nicht genug, kann man die „Gib-das-Weg“-Dose mit einem kleinen Drück-Trick zu einer Bürste umfunktionieren. Eine Bürste ist natürlich vollkommen unverzichtbar beim Wandern. Schnell ist die Drei-Wetter-Taft-Frisur bei rauem Wetter in Unordnung geraten und kann so wieder gerichtet werden.

Wenn Sie auch so eine wunderbare WanderWunder-Allzweckdose haben wollen, beantworten Sie einfach nächste Woche die Frage, wie hoch der Erbeskopf (nach meinen absolut unbestechlichen Messungen) wirklich ist.



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