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Manuel von: am: 1.10.2010
Manuel Autor(in):    |   1. Okt 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Der endgültige Premiumweg-Familien-Tauglichkeitstest

Der Mittelalterpfad in der Nähe von Idar-Oberstein ist zum Wanderweg des Jahres 2010 gewählt worden. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem mit der “Familienfreundlichkeit” des Weges. “Familienfreundlichkeit” kann ja nur bedeuten, dass der Mittelalterpfad auch Kindern Spaß macht, und diese nicht zu nervenden, quengelnden Wanderspaßbremsen werden lässt. Also machte ich mit der 10-jährigen Jasmin den absolut unbestechlichen Premiumweg-Familien-Tauglichkeitstest!

In Herrstein, dem Startpunkt der Strecke, ging es sehr mittelalterlich los, und Wander-Test-Kind Jasmin war durch den wasserspeienden Mini-Drachen kaum zu beeindrucken.

Nach ungefähr einem Kilometer auf dem 8,6-Kilometer-Rundweg fing es an zu regnen. Normalerweise ein sicherer Stimmungskiller. Nicht so bei Jasmin, die dem Ganzen durchaus Positives abgewann: “Die Luft ist so frisch”. Und als sie dann noch sagte: “Herrlich diese Ausblicke, so viele unterschiedliche Farben” hätte ein Werbetexteschreiber für den Mittelalterpfad mitstenographieren müssen. Nein, Grund für schlechte Laune gab es wirklich nicht, zumal es doch gegen Feuchtigkeit von oben Schirme und Regenjacken gibt.

Und was Kinder so alles wissen und einem beibringen können. Jasmin zeigte mir, wie man Brennnesseln anfassen kann, ohne sich zu “verbrennen”. Und dass Moos nur Richtung Norden wächst. Hatte ich schon mal gehört, aber längst wieder vergessen. Jetzt merkte ich mir: Im Süden ist mit Moos nix los! Und als Jasmin dann noch eine Grille entdeckte, war ich restlos begeistert. Ich höre die Dinger ständig und so sahen die also aus. Klein, braun, unscheinbar, auf meinem Profi-Foto nur mit Mühe zu entdecken.

Als es dann Jasmin etwas langweiliger wurde, borgte sie sich ein Spielzeug aus der Natur. Sie nahm sich aber keinen Stock, um damit “Schwert” oder “Gewehr” zu spielen. Nein, es wurde richtig esoterisch, bei Jasmin mutierte der lange Grashalm zu einem Pendel. Wo sie denn das mit dem Pendel herhabe, fragte ich sie. Natürlich von Professor Bienlein aus dem Tim-und-Struppi-Abenteuer “Die sieben Kristallkugeln”. Ach so.

Es ist beim Wandern immer sehr gut, ein gewisses Bestechungspotential zur Hand zu haben. Ein Eis, einen Streichelzoo oder einen Waldspielplatz versprechen zu können, ist schon mal nicht schlecht. Da aber der Mittelalterpfad an der Deutschen Edelsteinstraße liegt, ist es natürlich das Größte für ein 10-jähriges Mädchen, sich am Ende der Wanderung einen kleinen Stein, auch wenn er nicht sehr edel ist, kaufen zu dürfen.

Jasmins Wertung für den Mittelalterpfad fiel dementsprechend überaus positiv aus. Beide Daumen hoch für den Wanderweg des Jahres 2010!

Schreiben Sie mir, welche Erfahrungen, negative oder positive, Sie beim Wandern mit Kindern gemacht haben.



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