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Manuel von: am: 28.09.2010
Manuel Autor(in):    |   28. Sep 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Tolle Schilder auf einem tollen Weg

Kein Premiumweg in Deutschland wird ein Premiumweg, wenn er nicht vorbildlich beschildert/markiert/ausgezeichnet ist. Und wenn dann ein Wanderweg auch noch ausgezeichnet ist als Wanderweg des Jahres, wie das unlängst dem Herrsteiner Mittelalterpfad widerfuhr, dann muss die Beschilderung extrem spitzenmäßig supi sein. Das wollen wir uns mal genauer anschauen, dort im Hunsrück, am Mittelalterpfad. Sehr lobenswert zum Beispiel, dass man durch dicke Holzschilder unübersehbar darauf hingewiesen wird, wie weit es noch ist.

Blöd allerdings, wenn man aus der anderen Richtung herbei gewandert kommt, dann muss man immer im Kopf haben, dass ja der Gesamtweg 8,6 Kilometer hat, dass man also bei 7.5 km in der einen Richtung noch 1,1 Kilometer in die andere Richtung zu wandern hat. Es hilft auf jeden Fall, wenn man bei diesem Weg einen Nobelpreis in Mathematik hat.

Sehr erbost war ich über dieses Schild:

Was sollte das denn heißen? Als ich den Weg ging, war ich natürlich als Wanderer unterwegs. Aber als Reiter würde ich mich auch bezeichnen. Und ich als Mensch UND Reiter wurde jetzt vom Weiterwandern abgehalten??? Ein Skandal!!! Hallo Leute, es gibt auch Reiter ohne Pferde, habt ihr schon mal “Die Ritter der Kokosnuss” gesehen?

Wenig später erheiterte mich auf dem Mittelalterpfad das Hinweisschild nach NIEDERHOSENBACH. Toller Ortsname! Noch besser mit der Zusatzinformation, dass angeblich Hildegard von Bingen aus Niederhosenbach stammen solle. Ha, ha, sehr lustig, warum heißt die denn Hildegard von BINGEN und nicht Hildegard von Niederhosenbach? Hä? Na also. Und überhaupt, ist der Ortsname doch ein klein wenig peinlich. Wenn mir einer begegnen würde, der, sagen wir einmal, einfach so behauptet, er käme aus Niederhosenbach. Na, da würde ich mir doch auf die Schenkel klopfen und wiehern: Und ich komme aus Oberpulloverhausen. Kicher, kicher.

Schluss mit albern. Hier kommt das gefühlt sechs Meter lange liebevoll geschnitzte Hinweisschild zum Aussichtsturm des Mittelalterpfads. Größer und schöner als der Turm selber:

Achtung, jetzt wird es aber richtig ernst. Das nächste Schild verrät uns: Gleich kommt ne Schranke.

Dieses Schild ist nun definitiv überflüssig. Wenn man dort entlang wandert, ist die Schranke, die wirklich Golem-Ausmaße hat, echt nicht zu übersehen. Und für alle Mountainbiker, die hier den Abhang hinunter rasen gilt doch: Den Jungs will man doch nicht das geile Erlebnis einer großen Hechtrolle vorenthalten, oder?



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1 Kommentar »

  1. Grummbeere — 29. September 2010 @ 08:39

    Zuerst beschweren Sie sich über das Reiter Verbot und verkennen dann vollkommen das die Schranken extra für die sportlich ambitionierten Reiter(-innen) und deren Pferd gedacht sind! Tzz tzz tzz. Das Schild dient dem Zweck den ‚Anlauf‘ perfekt zu gestalten. Für ein Überspringen mit dem MTB erschienen die Schranken (mir zumindest) immer zu hoch. Es kann also nur diesen Grund haben. Achso, auch ‚Mädchen‘ fahren Mountainbike, oder gönnen Sie nur den Jungs die Hechtrolle weils sich bei Mädchen das Wort ‚Hechtinrolle‘ blöd anhört ? 😉

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