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Manuel von: am: 6.09.2010
Manuel Autor(in):    |   6. Sep 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Der beste Wanderweg Deutschlands

And the Oscar goes to … The Mittelalterpfad! Tosender Applaus, Standing Ovations. Was meinen Sie, was los war, als ich die Ehre hatte, auf der Tour Natur am 4. September den Mittelalterpfad im Hunsrück als besten Wanderweg Deutschlands 2010 in der Kategorie Tagestouren auszuzeichnen. Die Halle stand Kopf, das können Sie aber glauben. Der Südwesten Deutschlands scheint prädestiniert zu sein für diese Auszeichnung, die seit 2005 verliehen wird. Dreimal durfte das Saarland in dieser Kategorie schon jubeln, jetzt das zweite Mal (nach 2008) Rheinland-Pfalz.

Es war natürlich meine verdammte Pflicht als Wander-Blogger, dem Mittelalterpfad einen Besuch abzustatten. Ich reiste über Idar-Oberstein nach Herrstein. Von diesem Ort hatte ich noch nie gehört, ein Fehler, wie sich schnell herausstellte, denn ich entdeckte in Herrstein mitten im Hunsrück einen vollkommen erhaltenen und restaurierten mittelalterlichen Stadtkern.

Daher stammt wohl auch der Name des 8,6 Kilometer langen Wanderwegs. Ausgesprochen mittelalterlich geht es in Herrstein in der Tat los. Die Erwartungshaltung wird schon nach wenigen Metern extrem in die Höhe getrieben, denn dort befindet sich ein Pranger mit funktionierenden Hals- und Armketten aus Eisen. Eine schöne Idee, um nervige oder quengelnde Mitwanderer für die Dauer der Wanderung zu arretieren. Ich war gespannt, was würde noch kommen, vielleicht Live-Folterungen am Wegesrand, dargestellt von Hunsrücker Laiendarstellern?

Folterungen habe ich nicht gesehen, dafür aber landschaftlich überaus reizvolle Ausblicke. Vor allem der Feld-, Wald- und Wiesen-Blick-Anteil ist beim Mittelalterpfad sehr hoch. Bei anderen Wegen dominiert häufig eher der Waldanteil.

Und wenn dann noch der Wind dramatisch durch das Feld streicht, und die Halme die “La Ola” machen, dann hüpft das Herz des Wanderers. Und Ihres hoffentlich auch, wenn Sie meinen gekonnten Landschaftsfilm genießen, der übrigens für den Oscar in der Sparte “Naturfilm ohne Worte mit einer Länge unter 30 Sekunden” nominiert wurde.

Schon nach einem Kilometer hat man auf dem Mittelalterpfad so viele bauliche und landschaftliche Highlights gesehen, dass man sich fragt, was da denn bitte schön noch kommen soll. Kommt aber noch einiges, keine Angst. Wanderprofis wie Michael Sänger, Chefredakteur des Wandermagazins, raten übrigens dazu, den Weg mit dem Uhrzeigersinn zu laufen, und nicht wie empfohlen gegen den Uhrzeigersinn. Nun ja, das ist bei diesem Top-Weg eher eine Feinschmeckerdiskussion. In meinem nächsten Blog verrate ich Ihnen, wie es auf dem Mittelalterpfad weitergeht und wie es endet. Nämlich mit einer Flotten Lotte, so viel sei schon verraten.



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1 Kommentar »

  1. theomix — 10. September 2010 @ 19:25

    Vor allem der sound! Der ergänzt die präzisen bilder.

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