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Manuel von: am: 24.08.2010
Manuel Autor(in):    |   24. Aug 2010   |    Kategorie: Eifelsteig, Kurz-& Rundtouren,

Das Privatleben der Anderen

Die Privatsphäre sollte man schützen, das ist eine Binsenweisheit und eine Selbstverständlichkeit. Manche Menschen haben das Glück, in derart tollen Landschaften zu leben oder ebendort über ein Feriendomizil zu verfügen, dass sie ihre Privatheit mit allen Mitteln schützen wollen und müssen.

Dabei gibt es durchaus mehrere Eskalationsstufen zu beobachten, zum Beispiel auf dem Eifelsteig in der Südeifel.

Noch recht harmlos kommt das Schild “Privat” daher.

Das ist eine nützliche Information und ich denke mir als Wanderer, okay, dann gehe ich da nicht lang, ich muss ja auch wirklich nicht jedem Mitbürger durch die Gardinen und in den Kochtopf schauen.

Etwas deutlicher wird hingegen schon dieser Landwirt, ich nenne das mal Eskalationsstufe Zwei:

Nun, zwei Schilder halten bekanntlich besser als Eines. Fragt sich, ob die beide gleichzeitig aufgehängt worden sind. Oder zunächst das Durchfahrtsverbotschild, und dann sind die Leute über das Grundstück gelatscht, so dass das Zweite hinzu kam. Oder umgekehrt, erst war der Durchgang verboten, dann haben noch Spritztouristen mit dem Auto ein Ründchen auf dem Bauernhof gedreht. Auch möglich. Zack, hing das zweite Schild.

Man beachte zudem die unterschiedliche Ausrufezeichensetzung. Mal wird VERBOTEN!, mal wird PRIVATWEG! gefordert.

Man beachte: Durchgang ist verboten, Durchfahrt ist verboten – der Durchflug ist aber weiterhin erlaubt.

Am härtesten ist Eskalationsstufe Drei. Da verbieten fiese Waldbesitzer ganz einfach, dass der Eifelsteig auf ihrem Gebiet stattfindet. Das Merkwürdige: Seit mehreren tausend Jahren lassen sie dagegen Wanderer auf den identischen Wegen des Eifelvereins flanieren. Ganz übel trieb es ein Waldbesitzer nördlich von Kordel. Da blieben nur die Stümpfe der Eifelsteig-Wegweiser stehen.

Und man wird genötigt, auf dem asphaltierten Radweg zu wandern.

So ein Unfug! Ich verrate Ihnen, wie Sie gehen müssen: Von Norden kommend gehen Sie nach Überquerung der Kyll scharf rechts den Berg hinauf, oben angekommen dann scharf links und folgen den Pfeilen des Karl-Kaufmann-Weges bis Kordel. Auch von Kordel kommend halten Sie sich an die vollen Pfeile des Eifelvereins, und nehmen, sobald sie im Tal die ersten Häuser von Daufenbach sehen, den ersten Weg nach 500 Metern rechts in spitzem Winkel hinab zur Kyll. Da soll sich der Waldbesitzer mal schön ärgern mit seiner Eskalationsstufe Drei. Ätschi Bätschi!



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