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Manuel von: am: 5.08.2010
Manuel Autor(in):    |   5. Aug 2010   |    Kategorie: Eifelsteig, Kurz-& Rundtouren,

Walking und Aussichten

Wenn man auf dem Eifelsteig zwischen Kordel und Bruch wandert und das wunderschöne Kylltal hinter sich gelassen hat, kommt man durch das Dorf Rodt. Rodt gehört zu einem Ortsverbund, der sich “Fidei” nennt. Warum und wieso “Fidei“, das habe ich nicht herausbekommen. Vielleicht hat ja einer meiner aufgeweckten Blogleser eine Idee, warum die “Fidei” “Fidei” heißt. Wie dem auch sei, eben diese Fidei entpuppte sich als Paradies für Nordic Walker.

55 Kilometer markierte Nordic-Walking-Strecken, verteilt auf verschiedene Wege in einer Länge zwischen 4 Kilometern und 29 Kilometern sollen die Freunde des nordischen Gehens locken. Und das wurde angenommen. Mir kamen drei Damen mit angestrengt-konzentriert-finsteren Minen entgegen gewalkt. Die drei strahlten aus: Wir sind doch nicht zum Spaß hier! Die drei Nordic-Walking-Grazien verkörperten drei verschiedene Stile. Die erste ging klassisch mit ihren Stöcken, die zweite hatte Gewichte in jeder Hand. Und die dritte hielt die Hände schlaff in Höhe der Ellenbogen. Die Mach-Männchen-Haltung. Ich wollte nicht stören und wanderte zügig an den Dreien vorbei. Da hörte ich ein beleidigt gezischtes “GUTEN TAG” hinter mir. Huch, ich hatte den Erstgruß vernachlässigt. Schlimmer, böser, Manuel!

Hätte ich gewusst, ob die Damen in Rodt beheimatet sind, hätte ich mich persönlich für meinen Wander-Faux-Pas entschuldigen können. Vielleicht wohnten die drei Kampf-Walkerinnen ja in einer Wohngemeinschaft in dieser hübschen Riesenhütte, die ich wenige Minuten zuvor erblickt hatte.

Bei diesem Ambiente würde es mich nicht wundern, wenn in jedem Zimmer eine finnische Sauna eingebaut wäre. Einfach urgemütlich, so ein Holzhaus.

Die Gegend um Rodt war früher Teil des Westwalls. Und was die Nazis in diesem Zusammenhang an Bunker- und Panzersperren errichtet haben, ist auch noch heute teilweise zu besichtigen. Unter anderem dieser Schießstand direkt am Eifelsteig.

Also: Schießstand dachte ich zuerst, aber eine schlaue Aufklärungstafel an dem Bauwerk klärte mich auf, dass es sich um eine Pferdetränke handelte. Das Ding sieht eher so aus, als hätten sich die armen Gäule darin ertränkt.

Eindeutig nicht zum Westwall gehört der Aussichtsturm von Roth.

Warum muss ich bei den Dingern immer an die Römerlager aus Asterix und Obelix denken? Meine Meinung zu Aussichtstürmen habe ich schon dezidiert dargelegt (Andracks gesammelte Wanderabenteuer, letztes Kapitel). Mir liegen eher andere Einrichtungen, auf denen man die Aussicht genießen kann.

Das ist doch einfach herrlich – bequem kann man von dieser Aussichtsbank neben dem Aussichtsturm die Aussicht genießen. Und diese Aussicht weit über die Berge der Südeifel und das Moseltal hat es wirklich in sich!

Wenn Sie mir berichten möchten, welches Ihre Lieblings-Wander-Aussichten sind, machen Sie das doch einfach.



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