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Manuel von: am: 26.07.2010
Manuel Autor(in):    |   26. Jul 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Westerwald-Steig,

82 Kilometer auf dem Westerwald-Steig

Ich war mal wieder auf dem sehr empfehlenswerten Westerwald-Steig unterwegs und hatte einen Wanderbegleiter dabei, den Herrn Hoyer. So sieht der Herr Hoyer aus:

Ganz harmlos sieht er aus, der Herr Hoyer, aber er ist ein wahrer Wandergigant. Herr Hoyer hat nämlich ein sehr spezielles Wanderhobby, er wandert gerne lange Strecken am Stück. Er ist den kompletten Kellerwaldsteig ohne Pause gewandert (156 Kilometer), den Rothaarsteig hat er in 54 Stunden durchquert (220 Kilometer) und auf dem Rheinsteig ist er 209 Kilometer von Wiesbaden bis hinter Koblenz marschiert. Herr Hoyer ist ein richtig harter Junge, und ich wollte einmal testen, wie hart ich denn so im Nehmen bin. Ich bin dann 82 Kilometer in 21 Stunden auf dem Westerwaldsteig gewandert. Wie es mir dabei erging, dazu mehr in meinem neuen Wanderbuch „Das Neue Wandern“, das Anfang nächsten Jahres erscheint.

So viel sei aber schon einmal verraten: ich habe überlebt. Und ich konnte einiges von Herrn Hoyer lernen. Zum Beispiel die Wandertechnik, bergan mit verschränkten Armen zu wandern. das wäre angeblich entlastend, das hätte er den tibetischen Sherpas abgeschaut. Sehr interessant, sieht nur etwas behämmert aus.

Nach 27 Kilometern sind wir im Restaurant der Fuchskaute eingekehrt. Eine gigantische Einkehr, egal ob Sie alleine wandern oder mit einer Gruppe von 200 Leuten, täglich ist von 7.00 bis 22.00 geöffnet, die beste Wander-Einkehr-Möglichkeit des Westerwalds! Und erst diese Toiletten. Sehr kreatives Design, es existiert sogar ein Plumpsklo, aber in der First-Class-Variante. Lassen sie sich, äh, überraschen.

Und dann hat der Herr Hoyer, da waren wir schon 39 Kilometer gelaufen, mir vorgemacht, wie man auf einer Baumelbank sitzt. Zunächst hatte ich gedacht, huch, was hat der Herr Hoyer aber kurze Beine! Aber genauso, wie man die Seele baumeln lassen kann, kann man in der Nähe von Rennerod auch die Beine baumeln lassen. Früher gab es nicht nur Baumelbänke, sondern auch Baumelbalken, die wurden auch Galgen genannt. Aber diese Zeiten sind ja schon lange passé.



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3 Kommentare »

  1. Stefan — 18. August 2010 @ 16:58

    Super, ich freu mich schon aufs neue Buch. Zu Weihnachten wird net mehr fertig? Wäre ein gutes Geschenk.
    Baumelbänke sind sicher was gutes, weil da die Knie mal entlastet werden.

  2. Eike — 19. August 2010 @ 07:49

    Ich finde Baumelbänke auch super. Habe sie bisher auch nur auf dem Westerwald-Steig gesehen. Erst letztes Wochenende habe ich Füße und Seele in Bad Marienberg baumeln lassen. Zuerst ging es über den Barfusspfad und direkt neben dem Apothekergarten steht die Baumelbank. Da konnten sogar meine Eltern nicht wiederstehen …

    Manuel, das mit den verschränkten Armen bergauf wandernd – hat es wirklich geholfen? Das sieht eher – „philosophisch“ aus 🙂

  3. Manuel Andrack — 19. August 2010 @ 19:49

    Lieber Stefan,

    nö, schreibe immer noch fleißig an dem Buch, wird erst im februar 2011 erscheinen. Zu Weihnachten werden dann Bücher-Gutscheine verschenkt: Vorfreude ist die schönste Freude

    Lieber Eike,

    das hat natürlich nix gebracht mit den verschränkten Armen, sieht nur hammermäßig blöde aus.

    Herzliche Grüße

    Manuel

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