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Manuel von: am: 2.07.2010
Manuel Autor(in):    |   2. Jul 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Rheinsteig,

Koblenz

Die Bremer haben die Stadtmusikanten. Die Berliner haben einen Bären. Die Kölner haben Tünnes und Schäl. Und die Koblenzer haben den Schängel.

Mir, ich gestehe es, war die Figur des Schängels neu. Auf den ersten Blick ist der Schängel ein Lausbub, wie es so schön altbacken heißt, heute würde man „verhaltensauffällig“ dazu sagen, so ein Typ, der Max und Moritz vereint. Trotzdem ist der Koblenzer an sich sehr stolz auf seinen Schängel. Es gibt ein Schängel-Center, ein Schängel-Schiff im Karneval sowie ein Schängel-Lied. Denn jeder gebürtige Koblenzer ist ein Schängel. Der Begriff leitet sich vom französischen Vornamen Jean ab und wurde ursprünglich für die unehelichen Kinder der Koblenzer Mütter verwendet, die sie mit den französischen Besatzern gezeugt hatten. Der Schängel ist ein Besatzerkind. Gab es nach dem zweiten Weltkrieg auch des Öfteren.

Wenn man vom Rheinsteig aus in die Koblenzer City zum Schängel-Brunnen gelangen will, muss man erst den Rhein überqueren. So schön der Rheinsteig ist, eins muss ja einmal gesagt werden dürfen: er verläuft, bis auf den Start in der Bonner Innenstadt, komplett auf seinen über 320 Kilometern auf der Schäl Sick, auf der falschen Seite, wie viele meinen. Eigentlich Quatsch, auch ich bin rechtsrheinisch in Köln aufgewachsen, und der Rheinsteig ist rechtrheinisch: Alles Schöne kommt also von der rechten Rheinseite.

In Ehrenbreitstein musste ich erst einmal Hand an das Hinweisschild legen, denn es zeigte wirr in falsche Himmelsrichtungen. Da mein zweiter Vorname „Heimwerker“ ist, drehte ich das Schild in die richtige Richtung. Und da sah ich, dass man entweder über eine Autobrücke in die Innenstadt gehen oder mit der Fähre den direkten Weg nehmen konnte. Sie sehen schon, für welche Alternative ich mich entschied.

Ich war natürlich äußerst dankbar, dass der Fährmann den Fahrgastraum komplett ausgepumpt hatte. Das vermittelte mir ein Gefühl der absoluten Sicherheit. Wahrscheinlich war aber nur ein Glas Sprudelwasser umgefallen. Oder so ähnlich.

Bald gibt es noch eine dritte Möglichkeit, den Rhein in Koblenz zu überqueren. Nächstes Jahr findet in Koblenz die Bundesgartenschau, auch zärtlich BuGa genannt, statt. Und extra für die BuGa wird eine Spitzen-Seilbahn-Seilbahn vom deutschen Eck hinauf zur Festung Ehrenbreitstein gebaut. Das freut natürlich auch alle Rheinsteig-Fans.

Und wer genau wissen will, wie lange es noch bis zur BuGa dauert, also ganz ganz genau, wer es gar nicht mehr erwarten kann, in Koblenz die Blumen blühen und die Seilbahn gondeln zu sehen, der, ja der, sollte die Noch-so-lange-bis-zur-BuGa-Anzeige in der Koblenzer City nicht aus den Augen verlieren.



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4 Kommentare »

  1. Grummbeere — 3. Juli 2010 @ 08:23

    Unbestritten ist die rechtsrheinische Seite die schönere. Da beisst die Maus keinen Faden ab! Das hat auch einen einfachen Grund, man hat die bessere Sicht auf die linksrheinische. 😉

  2. Eike — 5. Juli 2010 @ 09:05

    Halllo Manuel,

    übrigens: Du brauchst gar nicht mal bis 2011 warten, um mit der Seilbahn von rechts nach links, links nach rechts, oder oben nach unten bzw. unten nach oben zu kommen – Denn: Seit letztem Wochenende fährt die Seilbahn bereits über den Rhein. Und das in diesem Jahr noch bis 3. Oktober 2010. Ich hab’s ausprobiert und kann diese Art der Fortbewegung – im wahrsten Sinne des Wortes – wärmstens empfehlen 😉

  3. Wanderkarin — 15. Juli 2010 @ 20:37

    Hach, das tut gut – ich bin auch von der rechten Rheinseite! Und weißt Du, was daran so toll ist? Da scheint die Sonne 3 Stunden länger als links!
    Gruss, Wanderkarin

  4. Manuel Andrack — 19. August 2010 @ 19:52

    Seilbahn fahren muss ich dann auch ausprobieren. Aber liebe Wanderkarin: Drei Stunden länger scheint die Sonne rechtsrheinisch mehr als linksrheinisch??? Das interessieret mich sehr. Gilt das für jährlich, monatlich, wöchentlich, täglich??? Gibt es da eine Quelle für diese Info, oder hast du dir das ausgedacht.

    Sehr interessiert

    Manuel

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