Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2017 (17)
  • 2016 (16)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
Manuel von: am: 25.06.2010
Manuel Autor(in):    |   25. Jun 2010   |    Kategorie: Eifelsteig, Kurz-& Rundtouren,

Die Salm und die Xynthia

Seit einigen Jahren ist es durchaus bekannt, dass ich eine gewisse Vorliebe für einen Wanderweg in der Eifel pflege, der “Lieserpfad” genannt wird. Groß war meine Freude, dass der Wanderweg entlang des Flüsschens Lieser von Daun über Manderscheid nach Großlittgen Teil des Eifelsteiges ist. Eine Schande hingegen ist, dass ich an der kleinen Schwester der Lieser, der Salm, noch nie gewandert bin. Ein Versäumnis, welches ich in diesem Frühjahr nachgeholt habe. Ich wanderte an der Salm auf dem Eifelsteig von Bruch nach Kloster Himmerod.

Zunächst Wissenswertes über die Salm, nicht zu verwechseln mit dem Salm, also dem Fisch, den man auch Lachs nennt. Wobei wohl das Vorkommen des Salms in der Salm bis 1930 so groß war, dass die Salm nach dem Salm benannt wurde. Die Salm entspringt in der Eifel in der Nähe von Gerolstein und mündet nach 63 Kilometern in der Mosel. Die Gewässerkennzahl der Salm, das wird sehr viele meiner Leser interessieren, ist 2674. Notiert? Tätowiert? Soweit, so gut.

Ich wanderte an der Salm auf teilweise wirklich traumhaften Wegen, die fast so schön wie der Pfad an der Lieser war. Fast.

Und dann kam ich hinter Bruch an eine umgestürzte Fichte, die sich über den Eifelsteig an der Salm gelegt hatte.

Na und, dachte ich mir, klettere ich halt hinüber. Nur: Hinter dem einen Baum lagen ungefähr fünfzig Bäume quer über den Weg. Kollegin Xynthia hatte an der Salm übel gewütet. Ich wich auf den Hang aus, kletterte über Stämme, zerstach mich an Dornen, blieb an Harz kleben. Als ich den Abenteuer-Parcours vollendet hatte, war ich – einfach glücklich. Ich hatte Xynthia besiegt!

Ich fühlte mich stärker als Herkules, denn was sind schon solche läppischen Aufgaben wie das Ausmisten eines Rinderstalls oder die Tötung der neunköpfigen Hydra gegen die Bezwingung von umgestürzten Bäumen an der Salm?

An dieser Klettertour hätte sich der alte griechische Supermann ordentlich die Zähne ausgebissen.

Am Ende des Fitness-Parcours arbeiteten schon fleißig die Waldarbeiter mit der Motorsäge im Anschlag, um tüchtig im Wald aufzuräumen.

Ich denke, dass bei Erscheinen dieses Blogeintrags der Eifelsteig weitestgehend nicht nur von Schnee und Eis befreit ist, sondern auch von herumliegenden Bäumen.

Haben Sie auch mit den Folgen von Xynthia zu kämpfen gehabt in den letzten Wochen? Wenn Sie auch Erfahrungen mit der Sturm-Zicke hatten, schreiben Sie mir bitte.



Tags:


Keine Kommentare »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

Leave a comment

CAPTCHA
*