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Manuel von: am: 4.06.2010
Manuel Autor(in):    |   4. Jun 2010   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Rheinsteig,

Afrikanisch Wandern am Rhein

Ich war mal wieder unterwegs auf dem Rheinsteig. Nicht im Namen des Herrn wie die Blues Brothers, sondern für die Aktion „Fit am Ball Africa“. Das muss ich erst einmal erklären. Worum geht es? In diesem Jahr findet ja in Südafrika die Fußball-WM statt. Und einige Studenten der Sporthochschule Köln wandern nun drei Monate im Rahmen einer Spendenwanderung durch Deutschland und besuchen Schulen. Wandern für den guten Zweck, das finde ich gut. Der Clou an dieser Spendenwanderung durch Deutschland ist, dass sich die Route an den Umrissen des afrikanischen Kontinents orientiert. Das sieht dann so aus:

Karte Fit am Ball Africa

Ich habe die Rund-um-Afrika-Tour von Bendorf nach Koblenz begleitet. Auf den afrikanischen Kontinent übertragen, bin ich an der Küste von Liberia gewandert, einem Land zwischen Sierra Leone und Elfenbeinküste.

Was sind, habe ich mir überlegt, die Unterschiede zwischen Liberia und dem Rheinland? Eine Gemeinsamkeit gibt es schon einmal. Genauso wie in Deutschland wird Liberia von einer Frau regiert, es handelt sich um die erste Staatschefin von Afrika überhaupt. Die liberianische Angie heißt Ellen Johnson-Sirleaf. Ein gravierender Unterschied ist, dass es in Liberia einen 14-jährigen Bürgerkrieg gab. So weit haben es die Rheinländer und die Pfälzer (noch) nicht kommen lassen. Die Hauptstädte fangen allerdings beide mit „M“ an: Monrovia und Mainz. Allerdings gibt es in Liberia akute Gelbfieber-Infektionsgefahr, in Rheinland-Pfalz gibt es nur die karnevalistische Ansteckungsgefahr während der tollen Tage. Liberia ist seit 1847 unabhängig und damit der zweitälteste afrikanische Staat. Liberia ist also fast 100 Jahre älter als Rheinland-Pfalz.

Für mich startete die Spendenwanderung in der Medardus-Grundschule in Bendorf am Rhein.

Calmund am Spielfeld

In der Grundschule spielten sich die Schüler schwindelig für die gute Sache in Afrika. Ich fand es beeindruckend, dass sich ein prominentes Schwergewicht wie Reiner Calmund bereit erklärt hatte, den Schiedsrichter zu geben. Ich beobachtete allerdings haufenweise schwerste Fehlentscheidungen.

Welche Ungerechtigkeiten müssen Kinder schon im zarten Alter über sich ergehen lassen? Unfassbar. Immerhin: 400 € kamen an der Medardus-Grundschule an Spenden für Afrika zusammen.

Bevor es dann mit der richtigen Wanderung losging, gab es noch einen für mich persönlich sehr erhebenden Moment.

Goldenes Buch

Das erste Mal in meinem Leben durfte ich mich in ein goldenes Buch eintragen: in das goldene Buch der Stadt Bendorf. Ich war so aufgeregt, dass ich mich bei Niederschrift meiner dürren Zeilen mehrmals kläglich verschrieb. Ich hatte es voll versemmelt: Da durfte ich mich schon mal in einem Goldenen Buch verewigen und herauskam eine peinliche Kritzelei. Das muss besser werden.

Eintrag Goldenes Buch

Dann sind wir aber auch endlich losgewandert.

Ach ja: Klicken Sie doch mal auf www.spendenwanderung.de und schauen Sie, wie weit die Spendenwanderer inzwischen gekommen sind. Und man beachte den Blogeintrag zum 5. März und 6. März, als ich mitwanderte.



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