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Manuel von: am: 17.11.2009
Manuel Autor(in):    |   17. Nov 2009   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Rheinsteig,

Rheingold

Morgenstund hat Gold im Mund und so war ich unlängst am Rhein auf einem Traumpfad unterwegs: Dem Rheingoldbogen. 12,6 Kilometer zwischen Koblenz und Boppard mit aufregenden Aussichten und einem absolut abwechslungsreichen Wegprofil.
Aber was hat denn genau mit diesem „Rheingold“ auf sich? Ein legendärer Luxuszug der Deutschen Bundesbahn nannte sich so. Und natürlich eine Oper von Richard Wagner. Für viele Menschen meiner Generation unvergessen ist auch die Neue-Deutsche-Welle-Combo RHEINGOLD mit dem kleinen Hit „Dreiklangdimensionen“. Und wir haben natürlich alle die Bücher des amerikanischen Autors Howard Rheingold über virtuelle Welten gelesen, oder?
Und jetzt ist auch ein Wanderweg nach dem berühmt-berüchtigten Schatz der Nibelungen benannt. Also machte ich mich auf die Suche nach dem Rheingold. Anfang Oktober wäre es wegen des absoluten Niedrigwasserstands des Rheins einfach wie selten, den Schatz auf dem Grund des Flusses zu sichten. Aus einigen Perspektiven des Rheingoldbogens sah Vater Rhein regelrecht ausgetrocknet aus, so als ob man ihn bald in „Wadi Rhein“ umtaufen müsste.

Habe aber kein Gold gesehen. Musste ich also weitersuchen. In einem Tal nahe des Städtchens Brey stieß ich auf eine Hinterlassenschaft unserer römischen Vorfahren: Einen Löwenkäfig!

Quatsch, das war natürlich nicht der Auftrittsorte des Königs der Tiere im römischen Zirkus. Sondern eine alte römische Wasserleitung. Wahrscheinlich haben die alten Römer auch schon nach dem Rheingold gesucht und das gute Hunsrück-Wasser nach Nuggets durchsiebt. Ich ging weiter hinauf zum Königsberg. Ich hatte immer gedacht, das läge viel weiter östlich, wäre die Heimstadt von Immanuel Kant und würde heute Kaliningrad heißen, so kann man sich täuschen.
Auf dem Königsberg fand ich auch kein Rheingold, sah es aber wenig später leuchtend am Wegesrand stehen.

Große Enttäuschung, war schon wieder nix, nur ein ordinäres Maisfeld. Aber dann, abends auf der Heimfahrt im ICE am Rhein entlang fand ich doch noch das Rheingold. Fantastisch, versteckt in den Tiefen meines Weizenbierglases!



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1 Kommentar »

  1. p.winninger
    Peter Winninger — 3. Mai 2013 @ 19:49

    Keine Wunder: Du warst ja auch auf dem Traumpfad RheingoldBOGEN unterwegs. Das Rheingold kann aber nur auf der Traumschleife Rheingold zu finden sein 🙂

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