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Manuel von: am: 3.08.2009
Manuel Autor(in):    |   3. Aug 2009   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Soonwaldsteig,

Spaltbares Material


Ja, ja, immer diese Spaltungen! Hat wirklich kein gutes Image, das Spalten. Ob Atomkerne oder Beziehungen, ist alles irgendwie negativ vorbelastet. Auch hier im Naheland am Sonnwaldsteig, an dem ich beim Wandern dieses Schild entdeckte. Und jetzt soll man auch noch auf eigene Gefahr spalten. Aber was wird denn nun gespalten, fragen Sie sich ungeduldig. Die Antwort: Schiefer. Denn wir befinden uns an der ehemaligen Schiefergrube Herrenberg bei Bundenbach am Soonwaldsteig.

Jetzt mal ehrlich: Der absolute Hammer bei einer Wanderung für Jung und Alt ist der Besuch einer stillgelegten Bergbaugrube. Habe ich schon oft gemacht. Im Erzgebirge, im Harz, an der Ruhr. War immer klasse und lehrreich.
Lehrreich, weil man erstens lernt, dass die Bergleute gegen Angst und Zittern früher bis zu drei Flaschen Schnaps schnabuliert haben, bevor sie in den Berg eingefahren sind. So ging das natürlich nicht, daher kam schleunigst ein Verbot daher:

Zweitens lernt man, dass keine fiesen Gruben-Fürsten die armen Hunsrücker in den Gruben knechteten. Jede Grube war quasi ein Familienbetrieb. Die Frauen besorgten über Tage die Landwirtschaft und die Kerle bauten in der eigenen Grube Schiefer ab. Und von den Gruben gab es alleine in Bundenbach 21 (!!) Stück.
Zum Dritten lernt man einiges über die speziellen Berufe unter Tage, die in Herrenberg durch Figuren dargestellt werden. Hier sehen wir einen (heißen) Feger: (Was der genau zu tun hatte, habe ich leider vergessen.

Und schön kühl ist es im Bergwerk. Sommers wie winters 9 Grad. Und sehr feucht ist es dazu. So feucht, dass sich über die ausgestellten Werkzeug wahre Schimmelberge gelegt haben, dass alles wie ein irres Kunstwerk aussieht.

Apropos Kunstwerk. Das Besucherbergwerk ist so schön, dass es Drehort in der dritten Staffel der Hunsrück-Saga HEIMAT war. Muss ich daraufhin dringend noch mal anschauen.



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