Artikel suchen nach:

Archiv

  • 2017 (10)
  • 2016 (16)
  • 2015 (58)
  • 2014 (51)
  • 2013 (64)
  • 2012 (86)
  • 2011 (59)
  • 2010 (37)
  • 2009 (45)
  • 2008 (53)
Hol‘ Dir kostenlos die Rheinland-Pfalz Touren-App
Manuel von: am: 22.08.2008
Manuel Autor(in):    |   22. Aug 2008   |    Kategorie: Kurz-& Rundtouren, Saar-Hunsrück-Steig,

Sind Grenzsteine eine Männerdomäne?

Auf dem Saar-Hunsrück-Steig zwischen Hermeskeil und Otzenhausen sah ich vor kurzem diesen wunderschönen Grenzstein. Er stand am Wegesrand einer im wahrsten Wortsinne Gratwanderung. Dort, auf den Höhenzügen, haben die Altvorderen gerne ihre Grenzen gezogen und markiert. Nur welche Grenze? Der ansonsten famos ortskundige Wanderführer wusste keinen Rat. Die Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Saarland konnte es nicht sein, die wurde erst nach dem 2. Weltkrieg gezogen. War es die Abgrenzung von Preußen zu Lothringen? Oder hatte etwa die kleine Enklave Birkenfeld eine Rolle gespielt? Denn dieser Sprengel im Hunsrück war durch verwinkelte Verheiratungs-, Länderaufteilungs- und Trennungspolitik an das Fürstentum Oldenburg bei Bremen geraten. Birkenfeld konnte es sein, denn auf dem Grenzstein ist deutlich ein BZ zu erkennen, für mich normalerweise die Abkürzung für das hauptstädtische Schmierblättchen Berliner Zeitung. Konnte BZ Birkenfelder Zone oder Birkenfelder Zarenreich bedeuten? Die Frage blieb ungeklärt. Meine Mitwanderin war auch nicht sehr hilfreich, die darauf hinwies, dass die Beschäftigung mit so etwas absolut Stinklangweiligem wie Grenzsteinen doch wirklich nur dem männlichen Geschlecht einfallen könne. Interessante These. Der Grenzstein als Ausbund männlicher Allmachts-Phantasien oder so was. Muss mal nachschauen, was Freud zum Thema Grenzsteine geschrieben hat.



Tags:


Keine Kommentare »

No comments yet.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

Leave a comment

CAPTCHA
*